08.03.2010 | OTZ

Automat liefert Körnerfutter für Enten

Verein engagiert sich für Areal Großer Teich

Altenburg (OTZ). Eine ungewöhnliche Spende nahm Oberbürgermeister Michael Wolf (SPD) kürzlich am Inselsoo-Eingang in Empfang.

Stadträtin Andrea Rücker (FDP) schenkte der Stadt einen Automaten, der Körnerfutter für Wasservögel, also vor allem Enten, liefert. Der neue Automat befindet sich links vorm Eingang zum Zoo. Um eine Portion Körner zu erhalten, muss eine Zehn-Cent-Münze eingeworfen werden. Die Aufstellung des Automaten wurde dank einer Ausnahmegenehmigung möglich. Am generellen Fütterungsverbot für die Wasservögel mit Weißbrot, Brot, Brötchen, Keksen und Ähnlichem ändert sich nichts. Andrea Rücker, die sich als engagierte Tierschützerin in der Stadt einen Namen gemacht hat, stellte bei der Übergabe des Futterautomaten klar, dass sie an dem generellen Fütterungsverbot nicht rütteln will. Im Gegenteil: Die Gefahr eines neuerlichen Entensterbens auf dem Großen Teich sei längst nicht gebannt. “Die das Entensterben auslösenden Bakterien können viele Jahre im Teich überwintern und jederzeit ein neues Tiersterben hervorrufen”, so Rücker.
Die Warnschilder mit der Aufschrift “Wildentenbotulismus – Füttern verboten” haben also weiterhin ihre volle Berechtigung. Das Körnerfutter, das der neue Automat nun nach Münzeinwurf liefert, stellt indes keine Gefahr für die Wasservögel dar. Selbst wenn die Körner längere Zeit auf der Wasseroberfläche schwimmen, wird die Wasserqualität nicht beeinträchtigt. Eltern und Großeltern, die mit ihren Kindern oder Enkeln zum Entenfüttern an den Großen Teich kommen, haben dank des Automaten künftig also trotz der weiterhin bestehenden Botulismus-Gefahr die Möglichkeit dazu.

Die Maßnahme soll allerdings keine Einzelaktion bleiben, vielmehr will sie die Aufklärungsarbeit über die Themen Tier- und Naturschutz rund um den Großen Teich fortsetzen. Zu diesem Zweck wurde der Verein “Hoffnung für Wildenten, Schwäne und Co” gegründet. Neben Andrea Rücker gehört mit Wolfgang Krause (FDP) ein weiterer Stadtrat dem Verein an. Michael Wolf bedankte sich bei Andrea Rücker für das gezeigte Engagement. Der Automat sei eine gute Alternative zur verbotenen Fütterung mit Weißbrot und ähnlichem. Das Stadtoberhaupt äußerte die Hoffnung, dass sich die Aktivitäten des Vereins positiv auf die Ordnung und Sauberkeit im beliebten Naherholungsgebiet auswirken werden. Der neu gegründete Verein sucht noch Mitstreiter.

Wer sich einbringen möchte, wendet sich am besten telefonisch an Stadträtin Andrea Rücker, die Nummer lautet: (03447) 31 18 37.