27.04.2010 | OVZ

Flugplatz braucht Zwischenfinanzierung

FDP: Gutachten kommt zu spät für Ryanair-Verhandlungen

Nobitz (G.N.). Die Landesregierung muss der Flugplatzgesellschaft mit einer Zwischenfinanzierung weiterhelfen, falls eine Grundsatzentscheidung zur Unterstützung des Flughafens erst Ende des Jahres möglich sein sollte. Diese Forderung machte gestern die FDP auf einer Pressekonferenz auf. Anlass war der Besuch des stellvertretenden Vorsitzenden des Bau- und Verkehrsausschusses im Landtag, Heinz Untermann, auf dem Flugplatz.

Der FDP-Politiker bekräftigte, die Regierung müsse „an ihre objektiven Pflichten erinnert werden“. Vor allem die vom CDU/SPD-Kabinett geforderte neue Studie zu den wirtschaftlichen Potenzialen des Platzes macht dem Liberalen Sorgen: Er hoffe, das Papier diene nicht nur dazu, „den anderen am Ende in Terminschwierigkeiten zu bringen und das Projekt von der Seite zu torpedieren“, sagte Untermann.

Wie Flughafen-Chef Jürgen Grah-mann bestätigte, ist der Auftrag für die Studie von der Landesentwicklungsgesellschaft bislang nicht ausgelöst. Man wisse auch nicht, wer den Auftrag bekomme und ob die Altenburger Themenvorschläge Berücksichtigung fanden. Als Fertigstellungstermin gilt aber weiter September.

FDP-Kreistagsfraktionschef Karsten Schalla erinnerte, dass die Flughafengesellschaft jedoch schon allerspätestens Ende des Sommers mit Ryanair über die neuen Flugpläne verhandeln müsse und der Landkreis nicht auf Dauer allein die Kosten des Projekts tragen könne. „Nur mit Landesmitteln ist ein dauerhafter Flugbetrieb in der jetzigen Form möglich.“

„Wir brauchen jetzt erst einmal Unterstützung für eine Übergangsfrist“, betonte FDP-Kreisvorsitzender Daniel Scheidel.