30.07.2010 | TV Altenburg

Medizinische Versorgung der Menschen muss Vorrang haben

Als FDP-Stadtratsmitglied erfüllt es Detlef Zschiegner mit großer Sorge, wie Bürokraten in Erfurt vom “grünen Tisch” aus versuchen, die medizinische Versorgung der Bevölkerung im Altenburger Land zu beschneiden. Er richtet deshalb einen Appell an alle Bürgerinnen und Bürger der Region, sich jetzt gemeinsam und über Parteigrenzen hinweg für die bestmögliche medizinische Versorgung im Altenburger Land einzusetzen.

Für Zschiegner muss das Altenburger Kreiskrankenhaus nicht nur als wichtiger Arbeitgeber und wesentlicher Standortfaktor betrachtet werden. Im Gespräch mit der Presse erklärt der Liberale: “Der Gedanke, dass die medizinische Versorgung unserer Bürgerinnen und Bürger nicht nur nicht verbessert werden darf, sondern sogar noch beschnitten werden soll, lässt sich keinem vernünftig denkenden Menschen vermitteln. Den Patienten und ihren Angehörigen ist nicht zuzumuten, ständig den Weg nach Gera oder Borna antreten zu müssen. Nur eine medizinische Versorgung mit kurzen Wegen ist im direkten Interesse der Menschen.”

Aus diesem Grund sieht Zschiegner auch die Schmöllner Dependance des Kreisrankenhaus als wichtigen Eckpfeiler der medizinischen Versorgung im Altenburger Land: “Mit seinen zwei Stationen bietet das Schmöllner Krankenhaus eine vollstationäre Versorgung im Fachgebiet Innere Medizin, außerdem Kurzzeitpflege und Pflegeambulanz. Das medizinische Versorgungszentrum ist nicht nur für die Schmöllner, sondern auch für die Bürger der umliegenden Gemeinden im südlichen Teil unseres Landkreises unverzichtbar. Deshalb rufe ich jetzt dazu auf, über Partei- und Stadtgrenzen hinweg den Protest gegen die angekündigten Sparpläne aus Erfurt zum Ausdruck zu bringen und auf die Notwendigkeit einer auch weiterhin bürgernahen, optimalen medizinischen Versorgung hinzuweisen.”

Zschiegners Parteifreund, der liberale Kreisvorsitzende Daniel Scheidel, verweist in diesem Zusammenhang auch auf den wirtschaftlichen Erfolg des Altenburger Kreiskrankenhauses: “Unser Klinikum ist sehr erfolgreich. Das kann man nicht zuletzt an den Gewinnen sehen, von denen auch der Landkreis als Gesellschafter Jahr für Jahr profitiert hat. Viele freiwillige Leistungen, die vom Kreistag im Interesse der Bürgerinnen und Bürger des Landkreises beschlossen worden sind, hätten ohne die Ausschüttungen des Krankenhauses nicht oder nur noch zum Teil erbracht werden können.” Für den Liberalen steht es außer Frage, dass das Krankenhaus in den zurückliegenden Jahren bewiesen hat, dass es sich mit seinen Angeboten am Markt orientiert und deshalb ein stabiler wirtschaftlicher Faktor im Landkreis ist. Wieso eine CDU-SPD-Landesregierung diese positive Entwicklung jetzt zu Lasten der Bürgerinnen und Bürger im Altenburger Land und der umliegenden Landkreise in Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt behindern, wenn nicht gar ausbremsen und stoppen will, erschließt sich dem FDP-Kreisvorsitzenden nicht: “Die Erfurter Pläne beschneiden nicht nur das medizinische Angebot in unserem Landkreis, sie be- und verhindern auch den weiteren wirtschaftlichen Erfolg eines für die Region so überaus wichtigen Unternehmens. Die Umsetzung der Erfurter Pläne hätte direkte Konsequenzen nicht nur auf den Kreishaushalt, sondern auch auf den Arbeitsmarkt. Deshalb unterstütze ich die Forderung von Detlef Zschiegner, sich parteiübergreifend für das Altenburger Kreiskrankenhaus zu engagieren!”

Auf den Punkt gebracht sprechen sich die Liberalen deshalb gegen die Pläne aus Erfurt und für die Beibehaltung der Kinder- und Jugendabteilung, für die Beibehaltung des Schmöllner Krankenhauses und für die Einrichtung einer urologischen Abteilung in Altenburg aus.

Quelle: PM FDP