31.07.2010 | OVZ

Protest gegen Erfurter Klinik-Pläne

FDP: Kinderabteilung und Schmöllner Haus müssen bleiben, Urologie wird gebraucht

Altenburg. Als erste Partei hat sich die FDP besorgt über die Erfurter Medizin-Planungen für das Altenburger Land geäußert. In einer Presseerklärung appellieren die Liberalen an alle Bürgerinnen und Bürger der Region, sich gemeinsam und über Parteigrenzen hinweg für die bestmögliche medizinische Versorgung im Altenburger Land einzusetzen.

“Den Patienten und ihren Angehörigen ist nicht zuzumuten, ständig den Weg nach Gera oder Borna antreten zu müssen. Nur eine medizinische Versorgung mit kurzen Wegen ist im direkten Interesse der Menschen”, erklärte der Altenburger FDP-Stadtrat Detlef Zschiegner. Aus diesem Grund sei auch die Schmöllner Dependance des Kreiskrankenhauses ein wichtiger Eckpfeiler der medizinischen Versorgung und nicht nur für die Schmöllner, sondern auch für die Bürger der umliegenden Gemeinden im südlichen Teil des Landkreises unverzichtbar.

FDP-Kreisvorsitzender Daniel Scheidel verwies in diesem Zusammenhang auf den wirtschaftlichen Erfolg des Altenburger Kreiskrankenhauses: “Unser Klinikum ist sehr erfolgreich. Das kann man nicht zuletzt an den Gewinnen sehen, von denen auch der Landkreis als Gesellschafter Jahr für Jahr profitiert hat. Viele freiwillige Leistungen, die vom Kreistag im Interesse der Bürgerinnen und Bürger des Landkreises beschlossen worden sind, hätten ohne die Ausschüttungen des Krankenhauses nicht oder nur noch zum Teil erbracht werden können.”

Das Krankenhaus habe bewiesen, dass es sich mit seinen Angeboten am Markt orientiert und ein stabiler wirtschaftlicher Faktor im Landkreis ist. “Die Erfurter Pläne beschneiden nicht nur das medizinische Angebot, sie be- und verhindern auch den weiteren wirtschaftlichen Erfolg eines für die Region überaus wichtigen Unternehmens”, sagte Scheidel.

Die Umsetzung der Erfurter Pläne hätte direkte Konsequenzen nicht nur auf den Kreishaushalt, sondern auch auf den Arbeitsmarkt. Die FDP lehnt deshalb die Planungen ab und fordert die Beibehaltung der Kinder- und Jugendabteilung in Altenburg, des Krankenhauses in Schmölln sowie die Einrichtung einer urologischen Abteilung in Altenburg.