13.08.2010 | OVZ

FDP

Reimann soll auf Stichwahl verzichten

Meuselwitz (jr). UWW-Kandidat Thomas Reimann soll seine Kandidatur zur Stichwahl um den Bürgermeisterposten am 22. August in Meuselwitz zurückzuziehen. Das fordert der FDP-Kreisvorsitzende Daniel Scheidel in einer Presseerklärung. Die amtierende Meuselwitzer Bürgermeisterin habe auch ohne die Unterstützung ihrer Partei im ersten Wahlgang am 8. August mit 49,7 Prozent der Stimmen bei vier Kandidaten ein mehr als überzeugendes Ergebnis hingelegt.

Selbst vor dem Hintergrund, dass Teile der CDU auch im zweiten Wahlgang nicht für Golder stimmen würden, werde es für Thomas Reimann bei der Stichwahl nicht reichen, sagt Scheidel. So habe neben der SPD jetzt auch die Linke sich für die Amtsinhaberin ausgesprochen und zu ihrer Wahl aufgerufen. Für Scheidel bestehen deshalb keine Zweifel, dass Golder die Stichwahl gewinnt.

“Wenn Thomas Reimann jetzt die Größe hätte, den Sieg von Barbara Golder anzuerkennen und die Stichwahl damit überflüssig zu machen, ließen sich zumindest die Kosten für diesen überflüssigen Urnengang sparen und stünden im städtischen Haushalt für andere, sicherlich wesentlich sinnvollere Projekte zur Verfügung. Ganz zu schweigen von den ganzen Wahlhelfern, die nicht sinnlos um ihren wohlverdienten Sonntag gebracht werden.”

Für die FDP im Landkreis steht außer Frage, dass der Verzicht von Thomas Reimann keine politische oder persönliche Niederlage wäre, sondern ein Zeichen von charakterlicher Stärke. “Es wäre ein Aufeinander-Zugehen und ein positives Signal für die zukünftige politische Arbeit in der Nordregion”, stellt der Liberale fest und ergänzt in Richtung CDU: “Auch von den Christdemokraten erwarte ich ein Aufeinander-Zugehen. Die Gräben in Meuselwitz müssen endlich geschlossen werden. Die CDU sollte das unselige Parteiausschlussverfahren zurückziehen und Barbara Golders ausgestreckte Hand ergreifen.” Es sei höchste Zeit, dass in Meuselwitz wieder alle Kräfte zum Wohle der Stadt, ihrer Bewohner und der Unternehmen zusammenarbeiten.