04.07.2008

Landrat auf der Suche nach Entschuldigung

Wenn Landrat Rydzewski auf die Schmähkritik von Wirtschaftsminister Reinholz (“Der Nobitzer Flugplatz ist ein tot geborenes Kind”) nicht mehr einfällt, als bei Ministerpräsident Althaus um eine Entschuldigung nach zu suchen, so ist das eindeutig zu wenig.

Der Thüringer Wirtschaftsminister hat qua Amtes der oberste Wirtschaftsförderer (und nicht: Wirtschaftsverhinderer) des Freistaates zu sein. Reinholz sollte sich dessen in besonderem Maße bewusst sein, schließlich war er früher Chef der landeseigenen Landesentwicklungsgesellschaft (LEG).

Unsachliche Schmähkritik des Wirtschaftsministers an unserem Flugplatz Altenburg-Nobitz ist also völlig fehl am Platze.

Oder sollte die Äußerung gar wohl berechnet gewesen sein, um beim wichtigen Ausbildungsprojekt einer großen Fluggesellschaft – Altenburg-Nobitz und Erfurt sind hier derzeit Konkurrenten – den Ausschlag für Erfurt zu geben? Wir wollen es nicht hoffen.

Im Übrigen gäbe die Reinholz'sche Äußerung über eine GmbH in privatem Eigentum möglicherweise Raum für eine Gerichtsklage wegen Geschäftsschädigung, Beeinträchtigung der Kreditwürdigkeit, etc.

Da zieht der Landrat aber schon aus weniger wichtigen Gründen andere Saiten auf. Hier schreckt er davor natürlich zurück und belässt es lieber bei einem unverbindlichen Brieflein an Althaus (sozusagen auf Augenhöhe) und verbleibt “in allerbester Verbundenheit”.

So kommen wir mit unserem Flugplatz und dem Landkreis nicht voran.