22.09.2010

FDP-Kreisvorstand neu gewählt

Die Liberalen im Altenburger Land haben auf ihrer Mitgliederversammlung am 20. September einen neuen Kreisvorstand gewählt. Da der bisherige Kreisvorsitzende, Daniel Scheidel, aus beruflichen und privaten Gründen nicht wieder zur Wahl stand, galt es unter anderem, die Spitzenposition des Gremiums neu zu besetzen. Der alte Kreisvorstand schlug den Mitgliedern den Schmöllner Steffen Plaul für dieses Amt vor, der als FDP-Kandidat im Wahlkreis 43 bei den Landtagswahlen im vergangenen Jahr mit 10 Prozent bei den Erst- und 7,8 Prozent bei den Zweitstimmen überdurchschnittlich gute Ergebnisse für die Liberalen erzielt hatte. Der größte Teil der anwesenden Mitglieder folgte dieser Empfehlung und wählte Steffen Plaul im ersten Wahlgang zum neuen Kreisvorsitzenden.

Bei den Stellvertretern und beim Schatzmeister gab es keine Veränderungen. Wie gehabt ist der FDP-Fraktionsvorsitzende im Altenburger Kreistag, Karsten Schalla, auch in Zukunft erster stellvertretender Kreisvorsitzender, unterstützt vom liberalen Urgestein und Altenburger Stadtrat Detlef Zschiegner als zweitem Stellvertreter. Im Amt des Schatzmeisters bestätigte die Mitgliederversammlung den Bankkaufmann Bastian Schwotzer aus Schmölln.

Eine weitere Veränderung gab es bei den Beisitzern. Hier ergänzt ab sofort der Student Danny Lenk aus Altenburg die ansonsten im Amt bestätigten Vorstandsmitglieder Torsten Grieger, Hans-Jürgen Heitsch, Dr. Harald Kunze, Lutz Meyner und Falk Pitzke.

Außerdem wurden die Delegierten und Stellvertreter zum Landesparteitag sowie zum Landesparteirat gewählt.

In der inhaltlichen Aussprache zogen zunächst der alte Kreisvorsitzende Daniel Scheidel und Stadtrat Detlef Zschiegner ein Resümee der politischen Arbeit in den zurückliegenden anderthalb Jahren. Dabei wurden noch einmal deutlich die Erfolge der Liberalen im Superwahljahr 2009 herausgestellt, zugleich aber auch auf die innerparteilichen Probleme durch den Austritt von Wolfgang Krause und den damit verbundenen Verlust der eigenen Stadtratsfraktion in Altenburg eingegangen. Klaus Engelmann forderte dazu auf, dass sich der neue Kreisvorstand mit den Mitgliedern des Ortsverbandes Altenburg zusammensetzt, um das Thema und die Konsequenzen für die liberale politische Arbeit in der Stadt Altenburg noch einmal abschließend zu diskutieren.

In die selbe Richtung ging auch Karsten Schalla, der die Mitglieder über die aktuelle Arbeit der FDP im Kreistag informierte. Neben klaren Aussagen zur Flugplatz- und Theaterfinanzierung stellte auch er noch einmal heraus, dass die Arbeit im Ortsverband neu überdacht werden müsse, um bei den nächsten kommunalen Wahlen an die guten Ergebnisse von 2009 anknüpfen zu können.

Eine besondere Ehre war es für Schalla, dem Göllnitzer Bürgermeister Hans-Jürgen Heitsch die Theodor-Heuss-Medaille als Anerkennung für seine politische Arbeit der letzten Jahrzehnte zu überreichen. Der FDP-Fraktionschef im Altenburger Kreistag verwies in diesem Zusammenhang auch noch einmal auf das herausragende Wahlergebnis bei den Bürgermeisterwahlen in diesem Jahr, bei denen Heitsch mit 100 Prozent der Stimmen im Amt bestätigt worden war.

Zum Abschluss des Abends bedankte sich der neue Kreisvorsitzende Steffen Plaul noch einmal bei allen Mitgliedern für das entgegengebrachte Vertrauen und umriss kurz die aus seiner Sicht wichtigsten politischen Themen der kommenden Monate. An erster Stelle steht für ihn dabei die weitere Entwicklung am Flughafen Altenburg-Nobitz, dessen Zukunft er nur dann gewährleistet sieht, wenn sich der Freistaat Thüringen endlich zum Flughafen bekennt und als Mehrheitsgesellschafter engagiert. Plaul verwies in diesem Zusammenhang auf die leeren Wahlkampfversprechen der beiden wiedergewählten CDU-Landtagsmitglieder Gumprecht und Schröter sowie der Linken-Abgeordneten Michaele Sojka. Sie hätten 2009 den Bürgerinnen und Bürgern versprochen, alles daran zu setzen, dass die Finanzierung des überregionalen Projektes Flughafen Altenburg-Nobitz nicht länger von Landkreis und Stadt gestemmt werden müssten, sondern der Freistaat in der Pflicht sei. Im Landtag bewegt hätten sie bis heute jedoch nichts, so Plaul.

Bei den innerparteilichen Aufgaben, die vor ihm liegen, steht für den neuen Kreisvorsitzenden neben der weiteren Entwicklung des Ortsverbandes Altenburg vor allem die Gewinnung von Neumitgliedern ganz oben auf der Tagesordnung. Um auch weiterhin erfolgreich die Politik im Altenburger Land mit gestalten zu können, müssen wir unsere Basis weiter verstärken, so Steffen Plaul abschließend.