10.01.2007

Freuen darüber dürfte sich vor allem die FDP

Einen “Quantensprung” nennt es OVZ-Redakteurin Ellen Paul in ihrem Kommentar – und vergisst nicht, auf die Liberalen als geistige Urheber eines zentralen Verwaltungsgebäudes am Altenburger Topfmarkt zu verweisen.

“Natürlich freuen wir uns, wenn unsere Ideen und Konzepte zum Tragen kommen,” erklärt dazu der Sprecher der Altenburger Freidemokraten, Torsten Grieger, “zeigt dies doch einmal mehr, dass die Liberalen trotz knapp verfehlten Einzugs in den Altenburger Stadtrat wichtige Impulse geben. Das gute und richtige Forderungen der Liberalen oft erst nach Jahren von anderen Parteien aufgegriffen werden und als neue, eigene Idee vermarktet werden, ist man bei der FDP inzwischen schon gewohnt. Wichtig ist am Ende, dass Entscheidungen im Interesse der Bürgerinnen und Bürger getroffen werden. Spät ist in diesem Fall nicht zu spät – und vielleicht werden wir ja auch im Kreistag irgendwann die ein oder andere liberale Forderung wiederfinden.”

Für die Altenburger Liberalen spricht neben dem Einsparpotenzial durch die Zusammenlegung aus zur Zeit 15 Verwaltungsgebäuden an einem zentralen Behördenstandort und der damit verbundenen Verbesserung der verwaltungsinternen Abläufe auch der Gewinn an Bürgerfreundlichkeit und -nähe eindeutig für das Konzept.

Dazu noch einmal Grieger: “Die Zusammenlegung der Verwaltung an einem innerstädtischen Standort in der angestrebten Kombination mit ca. 3.000 qm Einzelhandelsfläche bietet immense ökonomische und ökologische Chancen. Zum einen kommt es so zu einer weiteren Aufwertung und Belebung der Innenstadt. Zum anderen kann so aber auch bereits in der Planungsphase eine Ökobilanz ergestellt werden. Im Interesse der Umwelt und der Stadtkasse fordern wir die Initiatoren deshalb auf, ein “Passiv-Rathaus” zu konzipieren, dass durch den Einsatz von Solarenergie und anderen modernen Techniken zu einer Art Musterhaus für den modernen Verwaltungsbau wird. Die meiste Energie, die das neue Rathaus braucht, sollte in den Köpfen der dort arbeitenden Mitarbeiter stecken.”

Mit dieser Forderung geben die Liberalen dem Altenburger Oberbürgermeister Michael Wolf keine leichte Hausaufgabe mit auf den Weg. Gleichzeitig gehen sie aber davon aus, dass auch er sich vor dem Hintergrund der aktuellen Berichterstattung zu den Folgen des globalen Klimawandels seiner Verantwortung stellen wird und die mit dem Verwaltungsneubau verbundenen Chancen für die Stadt und die gesamte Region erkennt und nutzt.