02.02.2007

Kritik an nächster Personalmauschelei des Landrats

FDP fordert Kreistag zur Vertagung auf

Nach aktuellen Presseberichten bahnt sich im Landkreis Altenburger Land ein weiterer Skandal an. Versucht Landrat Rydzewski nach Gundula Werner nun auch Gabriele Matzulla auf einem Versorgungsposten unterzubringen? Diese Frage steht bereits seit Wochen unausgesprochen im Raum, erhält aber jetzt durch Enthüllungen von TV Altenburg und der Osterländer Volkszeitung eine ganz neue Dimension.

“Sollte es stimmen, dass Gabriele Matzulla in ihrer Zeit als Geschäftsführerin der Neuen Arbeit Altenburg sozusagen mit sich selbst – nämlich als Gesellschafterin des MHW Karree – langfristige und noch dazu überteuerte Mietverträge abgeschlossen hat, ist das ein Skandal. Wenn diese Verträge dazu führen, dass die Neue Arbeit Altenburg in wirtschaftliche Schwierigkeiten kommt, wird es zu einem großen Skandal. Hier wird in die eigene Tasche gewirtschaftet – und weit über 200 Beschäftigte in Betreuung auf dem regulären Arbeitsmarkt sowie in geförderten Projekten bei der Neuen Arbeit Altenburg blicken in eine ungewisse Zukunft,” ärgert sich FDP-Kreischef Daniel Scheidel.

“Gestern noch werden wir vom Innenministerium in unserer kritischen Haltung in Sachen Bestellung Krankenhausgeschäftsführerin bestätigt und der Landrat Lügen gestraft hinsichtlich seines eigenmächtigen Vorgehens, da stehen uns schon die nächsten Negativ-Schlagzeilen ins Haus. Das ist nicht nicht gut für das Altenburger Land – im Gegenteil, wir verkommen zu einer politischen Sumpflandschaft im äußersten Zipfel Thüringens. Im nichtöffentlichen Teil der Kreistagssitzung am kommenden Mittwoch soll Gabriele Matzulla zur neuen Geschäftsführerin der Schmöllner Heimbetriebsgesellschaft bestellt werden. Wir fordern die Kreistagsmitglieder aller Fraktionen auf, diese Entscheidung zu vertagen, bis die im Raum stehenden Vorwürfe vollständig geklärt sind.”