28.03.2007

Landkreis fällt erneut zurück

Landrat täuscht Bürger und sich selbst

Die aktuellen Zahlen des Prognos Instituts belegen es: Im Vergleich mit 439 untersuchten Städten und Landkreisen in Deutschland ist das Altenburger Land erneut zurückgefallen und liegt jetzt auf Rang 428. Da erstaunt es doch sehr, wenn Landrat Sieghardt Rydzewski unter Berufung auf die angeblichen Initiativen seiner Wirtschaftsförderung auch in diesem Jahr wieder davon spricht, dass die Zahlen und Fakten der letzten Jahre von einem positiven Trend im Altenburger Land zeugten, der sich in den Studien renommierter Institute jedoch nicht wieder finde. Die selbe Behauptung hatte er bereits im Landratswahlkampf 2006 beim Forum des Wirtschaftsvereins in Schmölln aufgestellt. Auch damals sprach er vollmundig von einer positiven Entwicklung im Landkreis, die sich eben nur nicht in Untersuchungen und Studien widerspiegeln würde. Für die Liberalen täuscht Rydzewski damit nicht nur die Bürgerinnen und Bürger, sondern vor allem sich selbst.

“Die Fakten sprechen eine deutliche Sprache,” bringt es FDP-Kreisvorsitzender Daniel Scheidel auf den Punkt. “Positive Tendenzen gibt es möglicherweise bei den Amigos des Landrates, die von kostenlosen Anzeigen im Amtsblatt profitieren, wie zum Beispiel dem MHW-Karree. Ansonsten belegen die Zahlen doch wohl eher, dass die vom Landrat so hochgelobten Initiativen seiner Wirtschaftsförderung in ihrer Wirkung verpufft sind. Darüber, woraus diese Initiativen bestehen, schweigt er sich ja bekanntlich aus, so dass eine genauere Beurteilung und Bewertung kaum möglich ist. Und die Nähe zu Leipzig ist weder eine Initiative des Landrates noch die Lösung unserer Probleme hier im Altenburger Land. Im Gegenteil – wir stehen in einem harten Wettbewerb mit Leipzig und dem Leipziger Umland.”

Scheidel fordert den Landrat deshalb auf, sein Wahlversprechen aus den Jahren 2000 und 2006 endlich in die Tat umzusetzen und Wirtschaftsförderung zur Chefsache zu machen: “Wir setzen unsere gesamte politische Kraft konstruktiv zum Wohle des Landkreises ein. Die Energie, die Rydzewski zur Zeit als Gegenwind für seine verfehlte Politik erfährt, könnte ihm und damit dem gesamten Landkreis auch als Rückenwind bei einer vernünftigen und plausiblen Wirtschaftsförderung zu Gute kommen. Es liegt einzig und allein an ihm, jetzt endlich das Ruder herumzureissen, statt den Bürgerinnen und Bürgern wieder einmal nur Sand in die Augen zu streuen.”