18.04.2006

FDP-Landratskandidat Daniel Scheidel stellt sein Wahlprogramm vor

Das Altenburger Land hat etwas Besseres verdient!

Unter dem Motto “Das Altenburger Land hat etwas Besseres verdient” hat der liberale Herausforderer um das Amt des Landrates im Altenburger Land, Daniel Scheidel, heute im Rahmen einer Pressekonferenz sein Wahlprogramm vorgestellt. Hauptschwerpunkt bildet die Wirtschaftsförderung.

“Das beste Mittel zur Lösung der wesentlichen Probleme im Landkreis ist die Sicherung der bestehenden sowie die Schaffung neuer Arbeitsplätze. Nur wenn es uns gelingt, dass die Menschen wieder eine mittel- oder langfristige berufliche Perspektive im Altenburger Land sehen, können wir die weitere Abwanderung und zunehmende Verarmung stoppen”, so Daniel Scheidel. Dabei hat das Altenburger Land seiner Meinung nach durchaus Potenziale, “die nur darauf warten, geweckt zu werden”.

Lesen Sie hier das Wahlprogramm im Überblick:

Wirtschaftsförderung:

• Wirtschaftsförderung ist Chefsache

• Besetzung des Fachdienstes Wirtschaftsförderung mit kompetenterem Personal

• Entwicklung und Koordinierung eines überregionalen / internationalen Vermarktungskonzeptes für den Wirtschaftsstandort Altenburger Land unter Berücksichtigung der Beteiligung an Fachmessen, wie z.B. CeBit, Hannover Messe Industrie, Expo Real

• Neuausrichtung der Kreditvergabepolitik der Sparkasse Altenburger Land als aktives Element der Wirtschaftsförderung

• monatliches Round-Table-Gespräch mit Vertretern der wichtigsten Unternehmen im Landkreis

• monatliches Round-Table-Gespräch mit den kommunalen Wirtschaftsförderern

• Mitarbeit in der Wirtschaftsinitiative für Mitteldeutschland (vormals: Regionenmarketing Mitteldeutschland)

• Zusammenarbeit mit dem Wirtschaftsverein Altenburger Land und den Wirtschaftsjunioren Altenburger Land

• Unterstützung der Wachstumsbranchen Automotive, Metall- und Kunststoffindustrie, Lebensmittelindustrie und Bioenergie sowie des Dienstleistungssektors

• Unterstützung des Projektes Studium Plus in Altenburg als Standortfaktor Wirtschaftsförderung für den gesamten Landkreis

• Ausbildungsplatz-Initiative, um junge Menschen im Landkreis zu halten und den Unternehmen der Region auch mittel- und langfristig qualifiziertes Personal zu sichern

Landwirtschaft:

• Etablierung des Altenburger Landes als Bioenergie-Region

• Unterstützung von Biodiesel-, Biogas- und Bioethanolprojekten

• Unterstützung von Körnerverbrennungsanlagen

• weiterer Ausbau der Bereiche Hanf und Heilkräuter mit entsprechenden Weiterverarbeitungsstufen

• monatliches Round-Table-Gespräch mit Vertretern des Kreisbauernverbandes und des Maschinenrings

• Entwicklung und Koordinierung von Konzepten zur Steigerung der Fleischproduktion im Altenburger Land in kleinen und mittleren Anlagen

Kultur / Tourismus:

• Erhalt der Kultureinrichtungen im Kreis, insbesondere Lindenaumuseum und Theater

• Überprüfung von Finanzierungsmodellen z.B. über Stiftungen für das Lindenaumuseum

• Überprüfung von Kooperationsmodellen für das Theater

• Engagement bei der BUGA 2007 als Impuls für die gesamte Region

• Bessere Vermarktung der kulturellen und touristischen Einrichtungen

• Besetzung der Kultur- und Tourismusförderung mit kompetentem Personal

• Entwicklung und Koordinierung eines speziellen Vermarktungskonzeptes für den Kultur- und Tourismusstandort Altenburger Land im Großraum Halle / Leipzig

• Entwicklung und Koordinierung eines überregionalen / internationalen Vermarktungskonzeptes für den Kultur- und Tourismusstandort Altenburger Land

Infrastruktur:

• Ausarbeitung eines Konzepts für die mittel- und langfristige Entwicklung des Flughafens Altenburg-Nobitz

• Ansiedlungen weiterer Passagierlinien von Ryanair und anderen Luftverkehrsgesellschaften sowie Schaffung von Infrastrukturen für den Luftfrachtverkehr

• Weiterer Ausbau der Kreisstraßen

• Engagement für den zügigen Bau der Anbindung B 7 (neu) an die A 72

• Engagement für den zügigen Ausbau der Ortsumgehung Gößnitz

• Engagement für den zügigen Neubau der Eisenbahnbrücke in Gößnitz

• Engagement für den weiteren Ausbau der Verbindung Altenburg – A 4 – Gera

Wasser / Abwasser:

• Koordinierung der verschiedenen Ver- und Entsorger im Landkreis mit dem Ziel, durch Synergieeffekte und alternative Ansätze einheitliche Gebühren auf niedrigerem Niveau zu realisieren; Kostenunterschiede von bis zu 25% im Landkreis, bei insgesamt hohem Preisniveau, sind nicht akzeptabel

• Unterstützung von effektiven kommunalen Lösungen mit Modellcharakter wie z.B. in Göllnitz

Umweltschutz:

• Weitere Verbesserung des Hochwasserschutzes im Altenburger Land · Umstellung des Fuhrparks des Landratsamtes sowie der Beteiligungsunternehmen auf Biokraftstoffe aus regionaler Produktion

• Nutzung von Solarenergie in Gebäuden des Landkreises

• Gezieltes Bekannt machen der verschiedenen Förderprogramme zur Nutzung von Solarenergie für Besitzer von Ein- und Mehrfamilienhäusern

Soziales:

• Übernahme der Personal- und Finanzverantwortung der ARGE SGB II durch den Landkreis: Soziale Kompetenz muss vor Ort bleiben und darf nicht von Nürnberg aus verwaltet werden

• Verstärkte Kontrollen von Sozialmissbrauch, der auf Kosten der tatsächlich Bedürftigen geht

• Verknüpfung von ARGE SGB II mit der Wirtschaftsförderung zur Verbesserung der Vermittlung von älteren und Langzeit-Arbeitslosen

Bildung:

• Sicherung der Schulen und Schulhorte und Verbesserung der Ausstattung

• Weiterer Ausbau des Projekts Kurs 21

• Unterstützung der freien Schulträger

• Unterstützung des Projektes Studium Plus in Altenburg

• Unterstützung der Ansiedlung eines Internats mit internationaler Schülerschaft in Altenburg

• Ausbildungsplatz-Initiative um junge Menschen im Landkreis zu halten

Jugend:

• Verlässliche Planungsgrundlagen für Kinder- und Jugendarbeit

• Angebot von Kinder- und Jugendfreizeiten

• Unterstützung beim Aufbau eines Suchthilfe-Zentrums

• Unterstützung der Jugendeinrichtungen im Landkreis Altenburger Land

• Unterstützung von alternativen Wohnprojekten für Jugendliche und junge Familien

Sport:

• Erhalt, Aus- und Neubau von Sportstätten für den Breiten- und Vereinssport

• Koordinierung der verschiedenen Träger zur Erzielung einer einheitlichen, möglichst niedrigen Benutzergebühr für die Sportstätten im Landkreis

• Bildung eines Sponsorenpools zur Unterstützung des Spitzensports im Landkreis durch die Wirtschaft und nicht zu Lasten des Breitensports

• Unterstützung der Stadt Altenburg bei der Entwicklung eines Sportpark-Konzeptes “Am Waldstadion” mit Kombibad, Fußball- und Leichtathletikstadion, Squash- und Tennishalle

Vereine:

• Unterstützung des regen Vereinslebens im Altenburger Land, wie z.B. Skat- und Schachvereine, Schalmeienvereine, Spielmannszüge, Karnevalclubs, Trachten- und Heimatvereine

• Förderung des Ehrenamts

Generation 50+ / Best Ager:

• Verbesserung der öffentlichen Sicherheit

• Attraktive Wohnumfeldgestaltung für hohe Lebensqualität auch im Alter

• Unterstützung von Konzepten zur seniorenfreundlichen Innenstadtgestaltung

• Überprüfung des Öffentlichen Personennahverkehrs auf die Anforderungen von älteren Mitbürgern, insbesondere im ländlichen Raum

• Entwicklung und Koordinierung eines speziellen Vermarktungskonzeptes für das Altenburger Land als attraktiver Wohnstandort für ältere Mitbürger im Großraum Halle / Leipzig

Feuerwehr / Katastrophenschutz:

• Ausarbeitung einer Gesamtkonzeption für den Landkreis unter Einbeziehung der Altenburger Berufsfeuerwehr, der Stützpunktfeuerwehren, der Flughafenfeuerwehr sowie der freiwilligen Feuerwehren und des THW

• Unterstützung der freiwilligen Feuerwehren im ländlichen Raum, auch zur Nachwuchsförderung und zur Traditionspflege

• Sofern möglich: Wechsel eines der teuersten Einsatzleitfahrzeuge Deutschlands (VW Touareg) in ein “normales, angemessenes” Fahrzeug und Verwendung der eingesparten Gelder im Bereich Feuerwehr / Katastrophenschutz

Landratsamt:

• Besetzung der Stellen entsprechend den Kenntnissen und Fähigkeiten

• Transparenter, offener Führungsstil

• Schluss mit der Angst und dem Misstrauen im Landratsamt: Gute Arbeit, die Spaß macht, klappt nur mit eigenverantwortlich arbeitenden und motivierten Mitarbeitern

• Engere Zusammenarbeit mit dem Betriebsrat zur Ausarbeitung von Konzepten zur Arbeitsplatzsicherung und Schaffung von Ausbildungsplätzen im Landratsamt

• Mittelklasse-Dienstwagen mit Biodiesel-, Biogas- oder Bioethanol- bzw. Hybridantrieb

• Engere Zusammenarbeit mit den Kommunen im Landkreis

• Offener Dialog mit Erfurt ebenso wie enge Zusammenarbeit mit den Nachbarkreisen in Sachsen und Sachsen-Anhalt sowie in der Wirtschaftsinitiative für Mitteldeutschland (vormals: Regionenmarketing Mitteldeutschland)

• Förderung des Zusammenwachsens der beiden Alt-Landkreise zu “einem” geschlossenen Landkreis Altenburger Land durch aktives Zuschütten der immer noch viel zu tiefen Gräben

Finanzen:

• Überprüfung der Einsparpotentiale im Kreishaushalt

• Gründung einer Holding zur Zusammenführung der Beteiligungsgesellschaften des Landkreises Altenburger Land

• Faire Kreisumlage mit transparenter Haushaltsführung

Gebietsreform:

• Stärkung des Gesamtkreises durch Stärkung von Altenburg als Kreisstadt

• Nicht Größe allein bringt Wirtschaftlichkeit

• Zusammenschlüsse nur nach Prüfung und auf freiwilliger Basis

• Ehrenamtliches Engagement vor Ort ist effektiver, bürgernäher und besser als zentralisierte, teure Wasserköpfe

• Konsensfindung und Vorbereitung des Altenburger Landes auf verschiedene, auch Länder übergreifende Szenarien