09.05.2006

In der Endphase noch einmal unseriös

Mit einer Pressemitteilung gegen den FDP-Landratskandidaten Daniel Scheidel hat der SPD-Kreisverband unmittelbar vor der Wahl noch einmal versucht, die Stimmungslage zugunsten von Sieghardt Rydzewski zu wenden, indem versucht wird, den liberalen Herausforderer durch Falschaussagen zu verleumden.

In dem Artikel, der am Freitag vor der Wahl im ABG-Net und am Dienstag nach der Wahl in der OTZ veröffentlicht worden ist, wird zum einen versucht, die berechtigte Kritik des Liberalen an der Geschäftsführung des Flughafens unter Wolfram Schlegel durch den Hinweis auf dessen erfolgreiche Tätigkeit als Bürgermeister in Starkenberg zu widerlegen. Dies ist eine bewusste Täuschung des Wählers, denn die Tätigkeit Schlegels als Bürgermeister von Starkenberg war zu keinem Zeitpunkt Inhalt einer Kritik.

Zum anderen wird – und dies wiegt wesentlich schwerer – die Beendigung der Tätigkeit von Daniel Scheidel als ehrenamtlicher Geschäftsführer so dargestellt, als hätte er, als es darauf ankam, die Brocken hingeschmissen. Dies ist absolut falsch. Daniel Scheidel wurde im Rahmen seiner Tätigkeit als Wirtschaftsförderer der Stadt Altenburg zusammen mit dem seinerzeitigen Wirtschaftsförderer des Landkreises und jetzigen Hauptgeschäftsführers des Flughafens, Jürgen Grahmann, zum zweiten Geschäftsführer des Flughafens bestellt. Nachdem ihm trotz mehrmaliger schriftlicher und mündlicher Anfrage weder Schlüssel zum Zugang der Geschäftsräume ausgehändigt noch Einsicht in Akten und Unterlagen gewährt worden sind, hat er in Abstimmung mit dem Altenburger Oberbürgermeister Michael Wolf (SPD) das Amt niedergelegt.

Dazu Daniel Scheidel gegenüber der Presse: “Ich habe mich gezwungen gesehen, dass Amt niederzulegen, da ich nicht als Geschäftsführer für Dinge verantwortlich gemacht werden wollte, die mir weder bekannt sind, noch auf die ich hätte Einfluss nehmen können. Es geht hier schließlich auch um so entscheidende Dinge wie die Geschäftsführer-Haftung. Ich habe Michael Wolf seinerzeit informiert, dass ich nicht gewillt bin, mich vom Landrat und seinen Gefolgsleuten verheizen beziehungsweise an der Nase herumführen zu lassen. Der Oberbürgermeister hat meine Entscheidung sofort akzeptiert. Die Vorwürfe von SPD-Kreischef Hartmut Schubert sind also nicht nur haltlos, sondern wieder einmal unseriös. Dies spiegelt – leider – den Stil von Teilen der Kreis-SPD in den zurückliegenden Monaten wider.”