07.04.2005

Regierungspräsidium Leipzig lässt Hinweisschilder auf den Flugplatz Altenburg-Nobitz entfernen

Wie sich im Rahmen einer Kleinen Anfrage (Drucksache 4/0848) der FDP-Fraktion in sächsischen Landtag herausgestellt hat, sind auf sächsischem Gebiet stehende Hinweisschilder auf den Flughafen Altenburg-Nobitz im Auftrag des Regierungspräsidiums Leipzig entfernt worden. Dies wurde damit begründet, dass die Hinweisschilder “verkehrssicherheitstechnischen und straßenverkehrsrechtlichen Bedingungen” widersprochen hätten.

Der Kreisvorsitzende der Liberalen im Leipziger Land, Christoph Waitz, vermutet hingegen, dass kein Interesse besteht, kleinere Flughäfen wie Altenburg-Nobitz zu erhalten und zu unterstützen. Dazu Christoph Waitz gegenüber der Presse: “Man mag zum Flughafen Altenburg-Nobitz und insbesondere zu Billig-Fluglinien stehen wie man will. Entscheidend ist, dass auf dem Flughafen Altenburg-Nobitz ein Reise- und Transportangebot existiert. Es ist ein Schildbürgerstreich erster Güte, wenn Regierungspräsident Steinbach aus fadenscheinigen Gründen Hinweisschilder entfernen lässt und damit den Bürgern im Leipziger Südraum die Anfahrt zum Flughafen Altenburg-Nobitz erschwert.”

Aus Sicht der FDP Leipziger Land sollten vielmehr die gemeinsamen Interessen von Sachsen und Thüringen stärker beachtet werden. Dazu noch einmal Christoph Waitz: “Der Flughafen Altenburg-Nobitz ist wichtig für die Wirtschaftsentwicklung in Westsachsen und Ostthüringen. Wirtschaftsförderung und Regionenmarketing darf nicht an Landesgrenzen aufhören.”

Der FDP-Kreisvorsitzende im Altenburger Land, Karsten Schalla, begrüsst die Initiative des angrenzenden Kreisverbandes: “Seit unserem Landesparteitag in Kosma im Sommer letzten Jahres haben wir begonnen, mit unseren liberalen Parteifreunden in Westsachsen und Sachsen-Anhalt über eine verstärkte, länderübergreifende Zusammenarbeit und gemeinsame Aktionen zu sprechen. Es geht um Zukunftsperspektiven für Mitteldeutschland, und da können wir es nicht zulassen, dass Ländergrenzen positive Ideen und Entwicklungen behindern.”

Als Mitglied im Aufsichtsrat des Flughafens will sich Schalla im konkreten Fall dafür einsetzen, dass alle Hebel in Bewegung gesetzt werden, den sächsischen Schildbürgerstreich rückgängig zu machen.