07.04.2005

FDP-Politiker aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen diskutieren einheitlichen Bildungsraum – weitergehende Zusammenarbeit geplant

FDP für Bildungsregion Mitteldeutschland

Am Mittwoch Abend trafen sich in Markkleeberg führende liberale Bildungspolitiker aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, um eine gemeinsame Initiative für den Bildungsraum Mitteldeutschland auf den Weg zu bringen. Im Podium saßen mit Norbert Volk aus Weißenfels und Andreas Möller aus Erfurt die stellvertretenden Landesvorsitzenden der FDP Sachsen-Anhalts und Thüringens; Sachsen wurde durch Generalsekretär Torsten Herbst vertreten. Der Einladung des FDP-Kreisverbandes Leipziger Land und der Landesverbände waren neben weiteren Verbandsvertretern, darunter der FDP-Kreisvorsitzende und Vorsitzende des Ausschuss für Schule, Kultur und Sport im Altenburger Land, Karsten Schalla, auch zahlreiche interessierte Zuhörer gefolgt.

Ausgehend von den Beschlusslagen der einzelnen Landsverbände forderten die liberalen Bildungsexperten einheitliche Lern- und Bildungsziele, gemeinsame Prüfungsaufgaben und Termine, ein mitteldeutsches Zentralabitur sowie die gegenseitige Anerkennung der erworbenen Schulqualifikationen.

“Bereits jetzt gibt es zahlreiche Gemeinsamkeiten im Schulsystemen unserer drei Bundesländer. Es ist deshalb nur ein kleiner Schritt, um zu einer länderübergreifenden Arbeitsteilung zu kommen. Hier müssen sich vor allem die Kultusministerien bewegen”, umriss der bildungspolitische Sprecher der FDP-Fraktion im Magdeburger Landtag, Norbert Volk, die Grundlage einer Zusammenarbeit. Unterstützung fand er beim Thüringer Andreas Möller, der ergänzte: “Auf absehbare Zeit werden die föderalen Strukturen im deutschen Bildungswesen erhalten bleiben: Es kommt jetzt darauf an, die Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Bundesländern voranzubringen, damit ein Umzug mit Schulkindern nicht zu einem unlösbaren Problem wird.” Einig waren sich die drei Bildungsexperten, dass auch die demographischen Herausforderungen, die sich auf die Schulnetzplanung ebenso wie auf die Personalpolitik auswirken, in den Bundesländern ähnlich sind. “Wir wollen den Wirtschaftsraum Mitteldeutschland auch zum Bildungsraum auszubauen”, betonte Torsten Herbst die Zielrichtung für die liberale Bildungs-Zukunft.

Die im Anschluss an die Podiumsdiskussion gestellten Fragen der Zuhörer bestätigten die große Fülle an Gemeinsamkeiten, so dass eine weitergehende Zusammenarbeit auf der Ebene der Landesfachausschüsse sowie eine Fortführung der Podiumsgespräche vereinbart wurde. Die Veranstaltung war ein erfolgreicher Auftakt, auf den weitere Diskussionen sowie politische und parlamentarische Initiativen folgen werden, resümierten der Moderator des Abends und Kreisvorsitzende der FDP Leipziger Land, Christoph Waitz sowie sein Altenburger Amtskollege, Karsten Schalla, zufrieden.

“Auch diese Veranstaltung war ein gutes Beispiel für den neuen Geist der Zusammenarbeit bei den mitteldeutschen Liberalen”, sagte Karsten Schalla gegenüber der Presse und empfahl Altenburg als Tagungsort für die nächste Veranstaltung zum Thema Bildungsregion Mitteldeutschland.