11.04.2005

Aufruf zur Kundgebung auf dem Altenburger Markt

Gemeinsam für Menschlichkeit und Toleranz

Vor 60 Jahren befreiten amerikanische Truppen das Altenburger Land von der Diktatur des Nationalsozialismus. Über 1.000 jüdische Bürger, Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter verschiedener Nationalitäten sowie politische Gefangene verloren in der NS-Zeit im Landkreis unter grausamen Umständen ihr Leben, bevor am 15. April 1945 endlich auch Altenburg vom Joch des Hitler-Regimes erlöst wurde.

Völkermord, Krieg und Zerstörung in Deutschland dürfen sich nie wiederholen! Umso erschreckender ist, dass die rechtsextremen Parteien deutschlandweit immer größeren Zulauf finden. Auch in Altenburg gibt es immer wieder Aufmärsche von Rechtsextremisten. Dagegen gilt es ein Zeichen zu setzen! Deshalb haben sich Bürgerinnen und Bürger, Parteien und Verbände im Altenburger Land zu einem Bündnis gegen Rechts zusammengeschlossen, um gemeinsam ihren Protest auszudrücken.

Es ist wichtig, Stellung zu beziehen. Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus müssen wir entgegen treten. Deshalb setzen wir unter dem Motto “Gemeinsam gegen Rechts” ein sichtbares und positives Zeichen für Menschlichkeit, Weltoffenheit und Demokratie. Wir berufen uns auf die Grundrechte, die für alle gelten müssen. Das wichtigste dieser Grundrechte ist die Wahrung der Menschenwürde.

Gewalt sucht immer neue Opfer – nicht nur Ausländerinnen und Ausländer brauchen deshalb unsere Solidarität und Unterstützung gegen eine alltägliche, wachsende Bedrohung. Setzen Sie gemeinsam mit uns am

Freitag, 15. April 2005 um 17 Uhr auf dem Markt Altenburg

ein Zeichen für Demokratie und Toleranz!

Der Aufruf ist unterzeichnet von Landrat und Oberbürgermeister, CDU, FDP, PDS, SPD, Junger Union, Jusos, DGB und BdV, der evangelischen und katholischen Kirche, dem Wirtschaftsverein Altenburger Land, dem Arbeitskreis Asyl, dem Kreisjugendring, dem Narrenschiff sowie dem Seniorenbeirat der Stadt Altenburg.