19.07.2005

FDP-Bundestagskandidat Jens Zimmer fordert mehr Gerchtigkeit bei Gefängnisneubauten

Ostthüringen nicht weiter benachteiligen

Die Ostthüringer Liberalen sind verärgert über den sang- und klanglosen Abschied des Landes vom alten Versprechen, wonach auch der Osten des Freistaats einen Gefängisneubau erhalten sollte. “Bei Standortentscheidungen der öffentlichen Hand dürfen die wirtschaftpolitischen Impulse für die Region nicht vernachlässigt werden”, erklärt der Vorsitzende der Freien Demokraten im Altenburger Land, Karsten Schalla, gegenüber der Presse.

Der FDP-Bundestagskandidat Jens Zimmer aus Zeulenroda fühlt sich in seiner Auffassung bestätigt, dass die Ostthüringer stärker zusammenhalten müssen. Anscheinend müsse man der Landesregierung immer wieder neu erklären, dass Thüringen nicht bereits am Hermsdorfer Kreuz endet, so Zimmer. “Es kann nicht angehen, dass das strukturschwache Ostthüringen weiter benachteiligt wird”, betont der 32-Jährige. Dabei dürften sich unterschiedliche Standorte in der Region nicht gegeneinander ausspielen lassen.

Die FDP-Kreisvorsitzenden Karsten Schalla und Dirk Bergner (Greiz) teilen diese Auffassung. “Gefängnisstandorte sind ein nicht zu unterschätzender Wirtschaftsfaktor. Auch wenn ein Gefängnisneubau in einem anderen Ort errichtet wird, als man sich das persönlich erhofft hat, dafür aber zumindest in der Region bleibt, so ist das immer noch besser, als wenn ganz Ostthüringen ein weiteres Mal leer ausgeht”, erklärten beide übereinstimmend am Rande eines Treffens in Altenburg.