09.10.2010 | OVZ

FDP

Abgeordnete sollen sich endlich einsetzen

Altenburg. Der Vorschlag der Linken-Kreistags- und Landtagsabgeordneten Michaele Sojka, sich bei ausbleibenden Fördergeldern notfalls vom Flugplatz zu trennen, ist bei der FDP auf Kritik gestoßen. Man solle nicht den Kopf in den Sand stecken, sondern in Erfurt immer wieder mit Fakten auf den Tisch hauen, heißt es in einer von FDP-Kreischef Steffen Plaul herausgegebenen Erklärung.

Auch sollte sich Sojka mit den Konsequenzen einer Schließung des Leipzig-Altenburg Airports befassen. Für die Maschinen, mit denen die VW-Vorstände regelmäßig über Nobitz nach Zwickau kommen, sei die von ihr vorgeschlagene Start- und Landebahn in Gera zu kurz. Selbst bei maximal möglicher Verlängerung reiche sie für den VW-Werksverkehr nicht aus. Ob es politisch und volkswirtschaftlich Sinn mache, den Leipzig-Altenburg Airport zu schließen, um dann im Gegenzug zum Beispiel den Landeplatz Chemnitz-Jahnsdorf mit Millionenaufwand auszubauen, “wage ich zu bezweifeln”, erläutert Plaul.

Der Liberale ruft Sojka dazu auf, sich mit aller Kraft in Erfurt für den Erhalt des Leipzig-Altenburg Airports einzusetzen. “Bürgerprotest ist sicherlich gut und notwendig – in erster Linie müssen jedoch unsere sogenannten Volksvertreter im Landtag endlich ihre Hausaufgaben machen.” Es gehe nicht darum, den Flugplatz gegen das Theater oder das Lindenau-Museum zu stellen. Es gehe um die Verantwortung der Landespolitik für nachhaltige Infrastruktur.