26.10.2010 | OVZ

Kritik an Bildungsplänen

Altenburg (jr). Die FDP des Altenburger Landes hat Kritik am geplanten Umgang mit Schulen in freier Trägerschaft geübt. Auch die Kinder im Altenburger Land zählen beim Versuch der Landesregierung, den Haushalt auf Kosten der Bildung von Kindern zu sanieren, zu den Leidtragenden, heißt es in einer Presseerklärung.

FDP-Kritik

Bei Bildung bald keine gleichen Chancen

Altenburg. Die Freien Demokraten des Altenburger Landes haben Kritik am geplanten Umgang mit Schulen in freier Trägerschaft geübt. Gleichzeitig werden Landespolitiker des Kreises aufgefordert, sich für eine Änderung des Gesetzesentwurfes einzusetzen.

“Auch die Kinder in der Stadt Altenburg und im Altenburger Land zählen beim Versuch der Landesregierung, den Landeshaushalt auf Kosten der Bildung von Kindern zu sanieren, zu den Leidtragenden”, heißt es einer vom Vize-Kreischef Detlef Zschiegner unterzeichneten Presseerklärung. Für die Liberalen stehe fest, dass den politisch Verantwortlichen im Freistaat jedes einzelne Kind in Thüringen gleich viel wert sein müsse.

Die Liberalen verweisen in diesem Zusammenhang darauf, dass vor allem in der Stadt Altenburg sowie im Landkreis viele Kinder Schulen freier Träger besuchen und fordert deshalb insbesondere die Landespolitiker aus der Region auf, sich hier für mehr Bildungsgerechtigkeit stark zu machen. “Die vom Gesetz vorgesehenen Veränderungen bringen große und schwerwiegende Einschnitte für die insgesamt 154 Schulen in freier Trägerschaft mit sich”, erklärt Zschiegner. In ganz Thüringen wären 23 500 Schülern betroffen, wenn das Gesetz so zum Tragen komme. Völlig zu Recht befürchten die freien Träger, dass sie benachteiligt werden und die Chancengleichheit zwischen Schulen in freier und staatlicher Trägerschaft verletzt wird.

Was die Liberalen ebenso wie die Träger freier Schulen sowie die betroffenen Eltern und Schüler in der Stadt Altenburg und im Landkreis fordern, ist keine Privilegierung, sondern schlicht und einfach eine faire Gleichbehandlung. “Kontinuität, Transparenz und Berechenbarkeit bei der Finanzierung müssen die Grundsätze sein, welche auch für die Schulen in freier Trägerschaft gelten”, fordert der stellvertretende Kreisvorsitzende und sagt: “Ich appelliere deshalb eindringlich an die Landespolitiker unserer Region, sich im Interesse unserer Kinder für eine Änderung des Gesetzentwurfes stark zu machen.”