16.01.2009

Scheidel und Krause fordern Oberbürgermeister Wolf zum Handeln auf

FDP für massive Senkung der Gaspreise in Altenburg

Im September 2008 hat die EWA mit der Begründung erneut gestiegener Rohstoffpreise zum wiederholten Mal die Gaspreise in Altenburg erhöht. Bekanntlich ist der Gaspreis eng an den Ölpreis gekoppelt – dieser ist jedoch von seinerzeit über 140 US$/Barrel auf aktuell unter 40 US$/Barrel gefallen. Er liegt damit auf dem Preislevel von 2004. Die Altenburger FDP ist erstaunt darüber, dass der extreme Preisverfall in den zurückliegenden Wochen nicht ebenso schnell von der EWA an die Kunden weiter gegeben worden ist wie noch im Jahr zuvor die Preissteigerungen. Gerade in einer Stadt wie Altenburg haben die ständig steigenden Energiekosten das Budget vieler Privathaushalte und Unternehmen arg gebeutelt – oder belasten im Falle von Heizkostenzuschüssen die öffentliche Hand und kosten damit unser aller Steuergeld. Wenn es dann noch wie in den zurückliegenden Tagen zu einem extremen Kälteeinbruch kommt, drehen sich die Gasuhren noch schneller – zur Freude der EWA und zum Leidwesen ihrer Kunden, von denen die meisten ab Januar durch den Gesundheitsfonds mit einem weiteren, tiefen Einschnitt im Portemonnaie zu rechnen haben.

“Es kann doch nicht sein, dass sich die EWA gleich doppelt die Hände reibt. Zum einen, weil unsere Bürgerinnen und Bürger ihre Heizungen aufgrund der extremen Kälte immer höher aufdrehen und damit mehr Gas verbrauchen müssen – zum anderen, weil die Rohstoffpreise parallel extrem gefallen sind. Kostensenkungen müssen zeitnah an die Kunden weiter gegeben werden. Nur wenn die Menschen in unserer Stadt mehr Geld in der Tasche haben, können sie auch mehr konsumieren – und das kommt der Stadt unterm Strich weit mehr zugute als ungerechtfertigte Gewinne der EWA,” resümieren FDP-Kreischef Daniel Scheidel und der liberale Spitzenkandidat für den Altenburger Stadtrat, Wolfgang Krause. Für die Liberalen in Altenburg steht deshalb außer Frage, dass Oberbürgermeister Michael Wolf (SPD) umgehend darauf hinwirken muss, dass die Gaspreise der EWA in Altenburg endlich nach unten angepasst werden. “Als bekennende Verfechter der sozialen Marktwirtschaft verweisen wir in diesem Zusammenhang ganz deutlich auf das Wort 'sozial'. Die FDP hat sich gegen den Gesundheitsfonds in der vorliegenden Form ausgesprochen, weil er nichts mit sozialer Marktwirtschaft zu tun hat, sondern den Menschen nur noch mehr von ihrem hart verdienten Netto aus der Tasche zieht. Das gleiche gilt für die EWA und ihre aktuellen Gaspreise. Auch das hat nichts mehr mit sozialer Marktwirtschaft zu tun und wird deshalb von uns angeprangert. Und weil Michael Wolf als Oberbürgermeister und Aufsichtratsvorsitzender der EWA in diesem Fall Einfluss nehmen und handeln kann, fordern wir Ihn auf, dies nun endlich im Interesse der Altenburger Bürgerinnen und Bürger zu tun! Schließlich wird es auch bei deutlich gesenkten Gaspreisen immer noch eine satte Gewinnausschüttung für die Stadt Altenburg geben.”