09.11.2010 | OTZ

Löbichau mit großen Sparchancen

Der Energieversorger enviaM unterstützt die Gemeinde Löbichau beim Energiesparen. Erster Schritt: Das Unternehmen übergab jetzt seinen Bericht “Energieeffizienz Straßenbeleuchtung”. Fazit der Analyse: Es gibt Einsparpotenzial, aber nicht ohne Investition vorher.

Löbichau. Die Gemeinde Löbichau weist laut Bericht ein jährliches Energiesparpotenzial von 55 000 Kilowattstunden Strom auf. Dafür wäre eine Investitionssumme von 64 500 Euro aufzubringen wenn alle vorgeschlagenen Maßnahmen verwirklicht würden und keine Fördermittel bereit stünden.

Mitarbeiter erfassten in den vergangenen Wochen den Bestand an Straßenlampen in Löbichau und seinen Ortsteilen Beerwalde, Drosen, Falkenau, Großstechau, Ingramsdorf, Kleinstechau und Tannenfeld. Von den insgesamt 326 Lichtpunkten seien etwa zwanzig Prozent älter als zwanzig Jahre und zum Teil noch mit veralteten Quecksilberlampen bestückt, heißt es in dem Bericht. Knapp 80 Prozent der Leuchtmittel wurden nach 1990 installiert. Doch auch für diese Beleuchtung wurde mittlerweile eine modernere Technik entwickelt. Daher empfiehlt enviaM der Gemeinde, die Leuchtmittel nach und nach auszutauschen. Gerade bei den ältesten Leuchten sei dies dringend nötig. Auch sollten technische Möglichkeiten genutzt werden, um die Spannung in der Nacht je nach Bedarf zu senken; es ist sogar möglich, jede einzelne Leuchte in dieser Hinsicht programmierbar zu gestalten. Allein diese zusätzliche Stromreduzierung senkt die Energiekosten jährlich um rund 7500 Euro.

“Löbichau hat mit dem Bericht einen detaillierten Überblick über die Straßenbeleuchtung und das Einsparpotenzial erhalten. Welche Maßnahmen umgesetzt werden, liegt jetzt in der Hand der Kommune”, sagt Roland Schmieder, Fachreferent Anwendungen bei enviaM. Der Energieversorger fördert solche Berichte bis zu 85 Prozent, den Rest trägt die jeweilige Kommune. Bürgermeister Rolf Hermann (FDP) wertet den Bericht als Arbeitspapier, “so können wir mit den Bürgern diskutieren und dann im Gemeinderat entscheiden”. Die Empfehlungen müssten jedoch nicht hundertprozentig befolgt werden, “es handelt sich lediglich um Empfehlungen”.