24.11.2010 | TV Altenburg

Rücktritt oder Entlassung

FDP: TPT-Intendant Oldag nicht länger haltbar

Die FDP-Fraktion im Altenburger Kreistag reagiert mit Entsetzen auf den unverantwortlichen Umgang mit anvertrauten Steuergeldern durch die Geschäftsleitung und insbesondere den Intendanten der TPT Theater und Philharmonie Thüringen GmbH, Herrn Professor Matthias Oldag.

Wurden als Grund für die finanzielle Schief- – oder noch treffender ausgedrückt – Notlage des Theaters zunächst angeblich unvorhersehbare Tarifentwicklungen von Oldag in den Raum gestellt, zeigt sich für die Liberalen inzwischen immer deutlicher, dass der unverantwortliche Umgang mit den Geldern der Gesellschafter sowie des Freistaates Thüringen die wahre Ursache für die aktuelle Situation ist. Doch während von Seiten des Intendanten, der die jetzige Situation als Geschäftsführer in vollem Umfang zu verantworten hat, kein öffentliches Wort des Bedauerns, kein Ansatz der Bemühung um eine der Wahrheitsfindung dienende Aufklärung, geschweige denn auch nur ein Ansatz von Übernahme persönlicher Verantwortung zu hören ist, wird Kultusminister Christoph Matschie in seiner Presserklärung vom 23. November sehr deutlich: “Grund für das Defizit von 1,85 Millionen Euro waren vor allem mangelnde finanzielle Sorgfalt und Kontrolle.”

Aus Sicht der Liberalen muss diese Aussage auch die letzten Zweifler davon überzeugen, dass die Schlussfolgerung für Oldag nur die sofortige Niederlegung seines Amtes als Intendant bedeuten kann. Sollte er dies nicht tun, fordern die Liberalen die Gesellschafter der TPT Theater und Philharmonie Thüringen GmbH auf, umgehend die einzig mögliche und konsequente disziplinarische Maßnahme für die eklatante Verletzung seiner Aufsichtspflichten zu vollziehen – seine Entlassung als Intendant.

Quelle: PM

Kommentare

Peter | 24.11.2010 | 18:32

Bravo, endlich fordert jemand ein, was in jeder anderen Stadt eine umgehende Selbstverständlichkeit gewesen wäre. Man schämt sich für das Unter den Teppich kehren. Auch der Aufsichtsrat hat sich mit der Affaire und der schützenden Hand für den Intendanten unglaubwürdig gemacht.