25.11.2010 | ABG-Info

FDP: TPT-Intendant Oldag nicht länger haltbar

Rücktritt oder Entlassung

Die FDP Fraktion im Altenburger Kreistag reagiert mit Entsetzen auf den unverantwortlichen Umgang mit anvertrauten Steuergeldern durch die Geschäftsleitung und insbesondere den Intendanten der TPT Theater und Philharmonie Thüringen GmbH, Herrn Professor Matthias Oldag. Wurden als Grund für die finanzielle Schief- – oder noch treffender ausgedrückt – Notlage des Theaters zunächst angeblich unvorhersehbare Tarifentwicklungen von Oldag in den Raum gestellt, zeigt sich für die Liberalen inzwischen immer deutlicher, dass der unverantwortliche Umgang mit den Geldern der Gesellschafter sowie des Freistaates Thüringen die wahre Ursache für die aktuelle Situation ist.

Doch während von Seiten des Intendanten, der die jetzige Situation als Geschäftsführer in vollem Umfang zu verantworten hat, kein öffentliches Wort des Bedauerns, kein Ansatz der Bemühung um eine der Wahrheitsfindung dienende Aufklärung, geschweige denn auch nur ein Ansatz von Übernahme persönlicher Verantwortung zu hören ist, wird Kultusminister Christoph Matschie in seiner Presserklärung vom 23. November sehr deutlich: “Grund für das Defizit von 1,85 Millionen Euro waren vor allem mangelnde finanzielle Sorgfalt und Kontrolle.”

Aus Sicht der Liberalen muss diese Aussage auch die letzten Zweifler davon überzeugen, dass die Schlussfolgerung für Oldag nur die sofortige Niederlegung seines Amtes als Intendant bedeuten kann. Sollte er dies nicht tun, fordern die Liberalen die Gesellschafter der TPT Theater und Philharmonie Thüringen GmbH auf, umgehend die einzig mögliche und konsequente disziplinarische Maßnahme für die eklatante Verletzung seiner Aufsichtspflichten zu vollziehen – seine Entlassung als Intendant.

Dieser Beitrag wurde geschrieben von:
Torsten Grieger, Pressesprecher FDP Kreisverband Altenburger Land

Antwort zu “FDP: TPT-Intendant Oldag nicht länger haltbar”

der_uNi | 25.11.2010

Meine Meinung dazu ist, wenn ein Intendant für die gesamte GmbH gerade stehen soll und sich der Aufsichtsrat für unschuldig hält, stimmt etwas nicht. Man sollte eine solche Situation wie sie jetzt bei der TPT Theater und Philharmonie Thüringen GmbH besteht, nicht nur an einer Person ausmachen.

Der Aufsichtsrat ist ein Kontrollorgan und hat die Aufgabe die GmbH mit allem Mitteln zu kontrollieren, wenn er mit dieser Aufgabe überfordert ist, ist dieser Fehl am Platz. Es ist ja auch kein Wunder, wenn Aufsichtsratsmitglieder, die in mehreren Aufsichtsräten gleichzeitig eine Funktion haben, den Überblick zu verlieren, bei Ihren persönlichen Finanzen wird dies wohl eher nicht der Fall sein, dort weiß man, was man hat.

Ich bin auch der Meinung, dass der Aufsichtsrat etwas von der Situation gewußt hat und es sicherlich ganz bewußt jetzt auf den Intendanten schiebt. Wenn Alles OK ist, ist man Freund, aber wehe es geht ans Eingemachte, dann ist man Feind! Deshalb kann ich nur fordern, dass der gesamte Aufsichstrat zurück tritt bzw. entlastet wird.