04.12.2010 | OVZ

Flugplatz

CDU und SPD verhindern Aussprache

Erfurt (rbü). Der Verkehrsausschuss im Landtag hat einen FDP-Antrag zur öffentlichen Anhörung aller vorliegenden Gutachten zum Altenburger Flugplatz abgelehnt. “Für für die Zukunft des Flugplatzes Altenburg ist weiterhin keine Problemlösung in Sicht und offenkundig von der Landesregierung auch nicht gewollt”, kritisiert der stellvertretende Ausschussvorsitzende Heinz Untermann (FDP). CDU und SPD hätten seinen Antrag abgeschmettert, sich vom Gutachterstreit ein eigenes Bild zu machen.

Untermann wirft der Koalition “Hinhaltetaktik und Lippenbekenntnisse” vor. “Damit wurde von den Abgeordneten die Chance auf eine objektive Einschätzung der wirtschaftlichen Situation des Flugplatzes vertan”, bedauert er. Auf diese Art werde man den Vorwurf einer Bevorzugung von Erfurt jedenfalls nicht aus der Welt schaffen. Für die Region Altenburg gehe die Hängepartie weiter.

Ausschussvorsitzende Sabine Doht (SPD) erwiderte: “Das Land ist nicht der Betreiber des Flughafens. Es ist nicht unsere Aufgabe, die Gutachter öffentlich auszuspielen”. Verkehrsminister Christian Carius (CDU) habe in der Sitzung sein Angebot erneuert, jährlich 250 000 Euro beizusteuern. Der Haushaltsausschuss habe die Mittel bereits aus dem Topf für den Flughafen Erfurt freigegeben.