07.12.2010 | TA

Aufsichtsrat stärkt Altenburg-Gera-Intendant Oldag den Rücken

Der Aufsichtsrat der finanziell klammen Altenburg-Geraer Theatergesellschaft Theater & Philharmonie Thüringen GmbH hat Intendant Matthias Oldag den Rücken gestärkt: Mit deutlicher Mehrheit stimmten die Aufsichtsräte dagegen, die Intendantenstelle umgehend neu auszuschreiben.

Altenburg. Der Antrag war vom Kreistag des Altenburger Landes eingebracht worden. Der Landkreis ist neben den Städten Gera und Altenburg einer der Gesellschafter der Theatergesellschaft. Der Kreistag hatte auf Betreiben der FDP-Fraktion einen Antrag verabschiedet, in dem gefordert wurde, Oldags Stelle schon jetzt zum 1. August 2011 neu auszuschreiben. Der Anstellungsvertrag des Theatermanagers läuft zum 31. Juli 2011 aus.

Im Aufsichtsrat fand der Antrag jedoch keine Mehrheit. Sechs Aufsichtsräte stimmten gegen den Antrag und damit für Oldag, nur zwei Räte verweigerten dem Intendanten die Gefolgschaft. Ein Rat enthielt sich der Stimme. Der Aufsichtsratsvorsitzende, Altenburgs Oberbürgermeister Michael Wolf, erklärte, die Gesellschafter wollten zunächst die Theaterfinanzierung für 2013 bis 2017 abwarten. Dann solle entschieden werden, ob Oldag das Theater weiter führen solle.

Wolf fügte hinzu, die Konsolidierung der Finanzen des Theaters Altenburg-Gera komme gut voran. Von einer bevorstehenden Zahlungsunfähigkeit könne keine Rede mehr sein. Bei weiterer positiver Entwicklung könnte die auf 1,85 Millionen Euro prognostizierte Finanzierungslücke kleiner ausfallen. Die Sparmaßnahmen griffen, die Einnahmen entwickelten sich positiv. Ganz genau wisse man das aber erst Anfang 2011.