08.12.2010 | OTZ

Aufsichtsratsmandat für Theater Gera-Altenburg niedergelegt

Der Fraktionsvorsitzende der Liberalen im Altenburger Kreistag, Karsten Schalla, hat im Anschluss an die Aufsichtsratssitzung der Theater und Philharmonie Thüringen GmbH am Montag sein Aufsichtsratsmandat mit sofortiger Wirkung niedergelegt.

Altenburg. Karsten Schalla reagiert damit auf die im Aufsichtsrat gefassten Beschlüsse. Vor allem betreffe dies die Entscheidung, dem Intendanten Matthias Oldag das Vertrauen auszusprechen. Die von der FDP im Kreistag initiierte und beschlossene Empfehlung zur Ausschreibung eines neuen Intendantenpostens war mit großer Mehrheit im Aufsichtsrat abgelehnt worden. “Diesen Weg werde ich nicht mitgehen”, erklärte Schalla. Wenn der Aufsichtsrat dem Hauptverantwortlichen für die Misere am Theater sogar noch den Rücken stärke und ihn aus der Verantwortung entlässt, sehe Schalla sich nicht länger in der Lage, sein Amt im Aufsichtsrat weiter auszufüllen, teilte er gestern mit.

“Nach meinem Verständnis verstößt der Aufsichtsrat mit den gestern getroffenen Entscheidungen gegen seine gesetzlichen Pflichten. Von daher sehe ich keine andere Möglichkeit, als das Gremium mit sofortiger Wirkung zu verlassen”, erklärte er.

Weitergehende Hintergründe könne Schalla wegen der Pflicht zur Verschwiegenheit nicht erläutern, sagte der Pressesprecher der Kreis-FDP, Torsten Grieger. Doch angesichts des großen Engagements von Schalla für das Theater mutmaßte Grieger, dass mehr hinter Schallas Entscheidung stecken müsse, “als nur der Unmut über die Abstimmungsniederlage” zur Aufsichtsratssitzung am Montag. Altenburgs Ortsverbands-Vorsitzender Detlef Zschiegner bemerkte, dass es tragisch sei, dass sich Wolf (Altenburgs OB), Linke-Landtagsabgeordnete Klaubert und Geras OB Vornehm “von Oldag an der Nase herumführen lassen”.

Für Schallas Entscheidung zur Amtsniederlegung zollten seine Parteikollegen großen Respekt.