26.01.2011 | TV Altenburg

Wechsel nach Sachsen steht nicht ernsthaft zur Diskussion

“Ein Wechsel von Altenburg ins benachbarte Sachsen steht nicht ernsthaft zur Diskussion”, ruft heute der Sprecher für Landesentwicklung, Bau und Verkehr der FDP-Fraktion Heinz Untermann zur “verbalen Abrüstung” auf. Bei allem Verständnis für die Verärgerung der Kommunalpolitiker, seien solche Drohgebärden nicht hilfreich. Das Altenburger Land würde auch in Sachsen eine Randlage einnehmen und ein Flugplatz Altenburg-Nobitz im Schatten des Leipziger Flughafens hätte von Beginn an wohl keine Chance auf Duldung gehabt, so der liberale Verkehrspolitiker. Dennoch gelte es für die Thüringer Landespolitik die Rahmenbedingungen für die Region zu verbessern und die “regionale Identität” zu stärken. Die Diskussion um den Flugplatz Altenburg-Nobitz sei dabei nur ein Punkt, sagte Untermann nach einem Gespräch am gestrigen Tag mit dem Geschäftsführer Jürgen Grahmann.

Nach dem Rückzug von Ryanair müsse man das Land nun beim Wort nehmen, erinnerte er an ein entsprechendes von der Landesregierung in Auftrag gegebenes Gutachten. Darin war ein Konzept ohne den Billigfluganbieter als Voraussetzung für die künftige Unterstützung des Flugplatzes gefordert worden. Dieses müsse nun vom Betreiber schnell vorgelegt werden. Danach könne über eine mögliche Unterstützung durch das Land entschieden werden. Immerhin seien in den letzten Jahren 21 Mio. Euro in den Flugplatz und rund 16 Mio. im Umfeld investiert worden. Deshalb sollte man dem Standort eine Chance auf eine Zukunft einräumen, so Untermann. Zu den Rahmenbedingungen gehöre auch ein Gesamtkonzept für die Verkehrsanbindung im Bereich von Bahn und Straße sowie eine Verbesserung der Zusammenarbeit mit Sachsen, mahnt der Verkehrsexperte der FDP-Fraktion. Er verwies in dem Zusammenhang darauf, dass die FDP bereits im Landtagswahlkampf den Ausbau der Bundesstraße B 93 gefordert habe. Dieser stagniere ebenso wie der Bau der Autobahnanbindung.

Die FDP-Landtagsfraktion wird am 9. Februar im Rahmen im Rahmen ihrer nächsten auswärtigen Fraktionssitzung das Altenburger Land besuchen und sich dort u.a. in einem Gespräch bei der Geschäftsführung des Flugplatzes informieren.

Quelle: PM