01.02.2011 | TV Altenburg

Theater reagiert auf Ausführungen des Altenburger FDP-Vorsitzenden

Mit Verwunderung wurden die Ausführungen des Altenburger FDP-Ortsvorsitzenden und Stadtrats Detlef Zschiegner von Theater&Philharmonie Thüringen zur Kenntnis genommen. „In der aktuellen Situation und im Sinne einer Stabilisierung des Theaters ist es entscheidend, dass wir auf einer sachlichen Ebene diskutieren. Deswegen möchte ich einige Details in den Erklärungen von Herrn Zschiegner richtigstellen, um Missverständnisse zu vermeiden“, so Tobias Wolff, kommissarischer Verwaltungsdirektor des Theaters. Als Mitglied des Altenburger Stadtrates wisse Herr Zschiegner, dass mittlerweile umfangreiche Maßnahmen zur Konsolidierung eingeleitet worden seien. Diese zeigten auch schon spürbar Wirkung.

Zu dem Engagement des Architekten Stephan Braunfels, zitiert Wolff aus einem Interview mit der Ostthüringer Zeitung vom 25.01.2011. Dort sagt Stephan Braunfels: „Ich kriege hier die ganz normale Gage. Die ist ein Drittel so hoch wie an großen Häusern und halb so hoch wie an mittleren Häusern. Obwohl es genau der gleiche Aufwand ist. Wenn man sieht, was alle an diesem Theater leisten, sage ich, dass man hier ein Preis-Leistungs-Verhältnis hat, von denen große Häuser nur träumen können.“

Neben künstlerischen Gründen hätten beim Engagement der Hauptpartie der Oper „Ulenspiegel“ übrigens auch wirtschaftliche Aspekte eine Rolle gespielt: Keith Boldt stamme zwar aus Kanada, sei aber Ensemblemitglied der Oper Leipzig, somit fielen nur sehr geringe Reisekosten und so gut wie keine Übernachtungskosten an. Die Kosten für Gäste der Produktion „Ulenspiegel“ lägen ungefähr beim Durchschnitt aller Produktionen auf der Großen Bühne. Die Reihe der Wiederentdeckungen der Opern des 21. Jahrhunderts hat bei Theater & Philharmonie Thüringen eine lange Tradition und lässt sich bis in die 1980er Jahre zurückverfolgen.