04.03.2011 | OVZ

Aufsichtsratschef

“Nicht weiter Öl ins Feuer gießen”

Altenburg (E.P.). Die Vorwürfe des FDP-Fraktionschefs Karsten Schalla an die Adresse des Aufsichtsrats der Theater GmbH hat dessen Vorsitzender Michael Wolf entschieden zurückgewiesen. “Diese Äußerungen sind infam. Davon kann ich mich nur mit aller Deutlichkeit distanzieren. Herr Schalla sollte aufhören, Öl ins Feuer zu gießen”, so der Altenburger Oberbürgermeister. Das sei in höchstem Maße schädlich für das Theater.

Schalla hatte auf der Kreistagssitzung vorgestern Abend dem Aufsichtsrat vorgeworfen, kein Interesse an einer wirklichen Aufklärung der Finanzmisere des Theaters zu haben (OVZ berichtete). Der Liberale hatte damit seinen Rücktritt aus dem Aufsichtsgremium begründet. Außerdem hätten bis auf ihn und Landrat Sieghardt Rydzewski (parteilos) alle anderen Aufsichtsräte dem Intendanten und seiner Meinung nach Hauptschuldigen an der Krise das Vertrauen ausgesprochen.

“Das ist schlichtweg falsch und eine Lüge”, kontert Wolf. Die Stadt Gera habe die Aufklärung der Verantwortlichkeiten ganz und gar nicht verschleppt, sondern eine entsprechende Untersuchung bei einer erfahrenen Anwaltskanzlei in Auftrag gegeben. Mit Ergebnissen sei Ende des Monats zu rechnen, so der OB.

Was die Vertrauensfrage betrifft, so sei dies nicht gleichbedeutend mit einem Gutheißen der Tätigkeit von Matthias Oldag. “Damals ist es uns ausschließlich darum gegangen, das Theater vor dem Aus zu bewahren. Eine GmbH ohne Geschäftsführer ist nicht handlungsfähig. Deshalb haben wir gesagt, Prof. Oldag soll weitermachen und seinen Vertrag erfüllen. Nicht mehr und nicht weniger.”