08.04.2011

FDP zu Besuch im Altenburger Land

Man müsse in Erfurt immer wieder das Bewusstsein schaffen, dass Thüringen nicht an der A9 ende, sagt der Ostthüringer Landtagsabgeordnete Dirk Bergner. Der parlamentarische Geschäftsführer der FDP-Landtagsfraktion besuchte am Donnerstag (7. April 2011) zusammen mit dem Geschäftsführer der Landtagsfraktion, Dr. Carsten Klein, sowie weiteren Vertretern der FDP das Altenburger Land.

Wirtschaftsminister Matthias Machnig (SPD) engagiere sich offenkundig nur für die großen Firmen, die Region um Altenburg werde von ihm gänzlich vernachlässigt. “Die FDP interessiert sich dagegen besonders für kleine Unternehmen, die mit ihren Produkten erfolgreich auf den internationalen Märkten aufgestellt sind und damit Botschafter Thüringens in der Welt sind”, führt Bergner als Grund für den gestrigen Besuch der Firma Holzwelten in Fockendorf an.

Rom, Mailand, Paris, Leipzig und demnächst vielleicht auch Costa Rica sind die beeindruckenden Arbeitsstationen der vor vier Jahren gegründeten holzverarbeitenden Firma im Altenburger Land. Frank Heilemann ist ein geradliniger lokal wie international agierender “Selfmade” Unternehmertyp, der auf die Flexibilität und Kundenorientierung seiner sechs Mitarbeiter mehr zählt als auf staatliche Wirtschaftshilfe und Bankdarlehen. Das beeindruckt die Unternehmer Detlef Zschiegner von der FDP des Altenburger Landes und Dirk Bergner ebenso wie offenbar auch die IHK Gera, von der der Hinweis auf das innovative Unternehmen stammte. Heilemann ist auf den klassischen Holzbau genauso spezialisiert wie auf Wartungs- und Reparaturarbeiten rund um diesen vielseitigen Rohstoff, der auch Thüringen immer mehr Anhänger findet. Dabei setzt er auf regionale Zulieferketten ebenso wie auf Kreativität und Ideenreichtum. Beides ist auch gefragt wenn Heilemann in Paris oder Marseille Spielanlagen für Spielgeräte-Hersteller entwirft oder wenn er im Leipziger Zoo die Spielgeräte für die Menschenaffen im Pongoland baut. Produktideen, die ihm auch weiterhin internationale Wertschätzung ebenso sichern wie dem Altenburger Land Steuereinnahmen und Prestige.

Beim anschließenden Besuch im Radar Reporting Point Gleina informierten sich die Liberalen über die komplexen Aufgaben der Luftraumüberwachung. Die FDP-Fraktion setzte damit ihre Besuchsreihe an den Standorten der Bundeswehr im Freistaat fort. Der einzige Luftwaffen-Standort in Thüringen war dabei ihre zwölfte Station. Oberfähnrich Dirk-Reiner Lippold informierte die Gäste über die Aufgaben des “abgesetzten technischen Zuges 355”. Bei der sich verändernden Technik müsse man ständig am Ball bleiben, so der verantwortliche Technikoffizier beim Rundgang über das Gelände. “Die Sicherung des Bundeswehrstandorte liegt den Liberalen besonders am Herzen”, betont Carsten Klein. Es sei wichtig, dass diese als attraktive Arbeitgeber für die Region erhalten bleiben. Beeindruckt sind die Gäste von den gesellschaftlichen Aktivitäten der Truppe vor Ort. “Die Kontakte zur Patengemeinde Gleina oder der Tag der offenen Tür sind wichtig, um zu zeigen, dass die Bundeswehr Bestandteil der Gesellschaft ist”, sagt Detlef Zschiegner. Das wollen auch die Liberalen mit ihren Truppenbesuchen unterstreichen. Immerhin scheine die Erkenntnis, dass man dafür auch etwas aktiv beitragen müsse, inzwischen auch bei der Landesregierung zu greifen, stellt der FDP-Innenexperte Dirk Bergner abschließend fest.