15.11.2011 | TV Altenburg

Der falsche Weg

Der Vorsitzende des FDP Ortsverbandes in Altenburg, Detlef Zschiegner, reagiert mit Unmut auf die in den letzten Tagen in der lokalen Presse veröffentlichten Berichte zum Thema 'Abwanderung der Jugend'. “Das Thema,” so Zschiegner, “ist einfach viel zu ernst, um es im beginnenden Oberbürgermeister-Wahlkampf zur Profilierung zu nutzen.” Aus Sicht des Liberalen muss es das gemeinsame Ziel aller politischen und gesellschaftlichen Kräfte sein, mit gemeinsamen Anstrengungen und ohne gegenseitige Schuldzuweisungen, Altenburg zu einer lebens- und liebenswerten Stadt für alle Generationen zu machen.

“Der Versuch, die verschiedenen Generationen gegeneinander auszuspielen, ist der falsche Weg,” so Zschiegner gegenüber der Presse. “Nur ein Miteinander der Generationen kann der richtige Weg sein. Eine funktionierende Stadt, wie wir sie uns alle wünschen, braucht die jüngeren ebenso wie die reiferen Jahrgänge.”

Für den Altenburger Stadtrat stellt sich in diesem Zusammenhang auch die Frage, was die jüngeren und älteren Mitbürger denken, wenn sie besagte Berichte lesen, in denen fruchtlose Diskussionen auf ihrem Rücken ausgetragen werden. “Sie werden es mit Kopfschütteln zur Kenntnis nehmen und sich ein weiteres Stück in ihrer Politikverdrossenheit bestätigt sehen,” resümiert Zschiegner und fordert die Rückkehr zu einer sachlichen Diskussion zum Wohle der Kreisstadt. “Lassen Sie uns über Parteigrenzen hinweg gemeinsam nach dem Besten für die Bürgerinnen und Bürger aller Generationen suchen. Nur so hat Altenburg eine Chance in Gegenwart und Zukunft!”

Quelle: PM

Kommentare

Staudte | 15.11.2011

Gerade einer von der FDP muss sich zu diesen Thema einlassen, dessen Partei gegen Mindestlöhne zu Felde zieht und keine Perspektive für die Jugend im Altenburger Land zu bieten hat.

Leser X | 16.11.2011

Hallo Leser(in) Staudte, Sie haben ja Recht! Wenn Sie sich aber das Partei-Kürzel und vielleicht den Namen des Verfassers wegdenken, werden Sie feststellen, dass allerhand Wahrheit in dem Artikel steckt. Fanden Sie es etwa gut, dass der Kahlköpfige, der aus dem großen Gebäude in der Lindenau-Straße, zu jener Zeit öffentlich über die Presse dazu aufrief, Herrn Althaus wiederzuwählen? Das Ziel des Herrn Althaus war es, Thüringen zu einem Niedrig-Lohn-Land zu machen. Nachdem Herr Althaus durch Frau Lieberknecht abgelöst wurde, veröffentlichte die Presse später dessen Bezüge. Die, die er weiterhin erhält. Wenn ich mich nicht irre, waren das etwa 7.500,00 EUR monatlich oder mehr. Herr Althaus war/ist Mitglied der CDU. Ich dachte damals: Wasser predigen, selbst aber Wein trinken. Angesichts solcher Berichte wundert mich auch nicht, dass der Kirche die Mitglieder weglaufen. Den Artikel des Herrn Zschiegner halte ich grundsätzlich für beinahe zutreffend. Beinahe deshalb, weil ich der Meinung bin, dass alles noch wesentlich schlimmer ist. Stellen Sie sich vor, die vielen Arbeitssuchenden im Altenburger Land, die die Kaufkraft kaum beeinflussen und die sich auch den Besuch eines Museums, Theaters oder Schwimmbads nicht leisten können, hätten die Möglichkeit, Ihre Heimat zu verlassen. Ich denke, der Wohnungs-Leerstand wäre enorm. In den Stadtzentren wären vermutlich nur noch alte Menschen zu sehen, diese dann mit oder ohne Rollator. Tendenz stark ansteigend! Für mich der absolute Horror …