06.12.2011 | OTZ

Karsten Schalla zieht sich zurück aus der Politik

Der FDP-Politiker im Altenburger Land nennt für sein Ausscheiden gesundheitliche Gründe

Löbichau. Es dürfte für alle FDP Fraktions- und auch die Kreisausschuss-Mitglieder des Kreistages gestern Abend eine Überraschung gewesen sein, aber eine der schlechten Art. Karsten Schalla (FDP) gab in den Gremien seinen Rücktritt von allen politischen Ämtern bekannt.

Gegenüber unserer Zeitung sagte Schalla, dass es rein gesundheitliche Gründe seien, die ihn zu diesem Schritt bewogen hätten. Es sei eine schwere Entscheidung gewesen, doch er habe auf Anraten seiner Ärzte dies tun müssen, erklärte der Kommunalpolitiker sichtlich bewegt. “Bis zum Jahresende stehe ich noch zur Verfügung, dann definitiv nicht mehr”, sagte der streitbare FDP Politiker. Schalla reißt mit seinen vielfältigen politischen Ämtern eine große Lücke in der Kommunalpolitik des Altenburger Landes. Er ist noch Fraktionschef der FDP im Kreistag, ist ehernamtlicher Beigeordneter des Landrates und stellvertretender Kreisvorsitzender seiner Partei. Außerdem sitzt Schalla im Aufsichtsrat der Flughafengesellschaft, im Rettungsdienst- Zweckverband, vertritt die Interessen des Landkreises beim Zweckverband Restabfallbehandlung Ostthüringen, sitzt in der Auswahlkommission für den nächsten Leiter des Lindenaumuseums und in der Arbeitskommission zur Gestaltung des Lindenaumuseums.

Schalla, der 1966 in Schmölln geboren wurde, ist seit 2002 Mitglied der FDP und will auch weiter Mitglied bleiben. Die Fraktion seiner Partei im Kreistag führt er seit 2004.

Wenn der Chef einer Brandschutzfirma aus dem Kreistag austritt, könnte ihm theoretisch ein SPD-Mann nachfolgen. Im Jahre 2009 habe Wolfgang Krause auf der Liste der FDP als Nachrücker gestanden, erklärte Schalla die ungewöhnliche Konstellation. Inzwischen hat Krause die Partei gewechselt. Dennoch hofft Schalla auf einen Verzicht des Altenburger SPD-Stadtrates auf den Einzug in den Kreistag.

Petra Lowe