14.02.2012 | OVZ

FDP: Theaterchef an seine Pflichten erinnern

Altenburg (E.P.). In das gleiche Horn wie die CDU bläst in Sachen Theater-Zukunft auch der Altenburger FDP-Stadtrat Detlef Zschiegner, der die jüngsten Äußerungen des Intendanten als “besonders besorgniserregend” empfindet. Dessen Aussage, dass die zugesagten Finanzen für ihn kein gangbarer Weg wären, ließen Schlimmes erahnen, so Zschiegner in einer Presseerklärung. Ebenso unverständlich sei die Weigerung von Kay Kuntze, an dem dringend benötigtem Konzept zur weiteren Entwicklung des Altenburg-Geraer Theaters zu arbeiten.

Der FDP-Stadtrat fordert die Aufsichtsratsmitglieder auf, den Generalintendanten mit Nachdruck darauf aufmerksam machen, dass seine Verantwortung gegenüber dem Theater in mehr bestehe, als in der Ferne sein üppiges Salär für den durchaus hoch dotierten Posten in Empfang zu nehmen. In der Stadtratssitzung im Oktober habe der damalige Aufsichtsratsvorsitzende Michael Wolf erklärt, dass die Theater-Geschäftsführung beauftragt sei, entsprechende Modelle vorzulegen. “Ich erwarte nun, dass er den Generalintendanten noch einmal eindringlich daran erinnert.”

Der Liberale befürchtet außerdem, dass der beginnende Wahlkampf zu einer Hängepartie im Theater führen könnte. “Die Mitarbeiter, aber auch die Theaterbesucher müssen endlich wissen, woran sie sind”, sagt Zschiegener und fordert von den Amtsinhaber sowie den Herausforderern klare Aussagen, wie sie das Theater in Zukunft gestalten und solide finanzieren wollen.

Für Zschiegner selbst ist mit der Rückkehr zum Flächentarifvertrag die Finanzierung nicht zu stemmen. “So hart es klingen mag, die einzig mögliche und tragfähige Lösung besteht in einzelvertraglichen Vereinbarungen unter dem jetzigen Niveau. “