01.03.2012 | OTZ

Handfester Krach im FDP-Kreisverband des Altenburger Landes

Der Stadtverband widerspricht dem Kreischef, der sich klar für eine erneute Kandidatur des amtierenden Altenburger Oberbürgermeisters Michael Wolf (SPD) ausspricht.

Schmölln/Altenburg. Bei den Freien Demokraten kracht es richtig. Anlass ist die Wahlempfehlung von Kreischef Steffen Plaul, der sich bei der Entscheidung über den Altenburger Oberbürgermeister für Amtsinhaber Michael Wolf (SPD) ausgesprochen hat. Die FDP fände Wolf bei aller Kritik noch am geeignetsten, um Altenburg voranzubringen, begründete der Schmöllner. Der Altenburger FDP-Ortsvorstand widerspricht dieser Wahlempfehlung jedoch entschieden.

“Michael Wolf ist für uns definitiv nicht länger tragbar und muss abgewählt werden”, sagte FDP-Ortsvorsitzender und Stadtrat Detlef Zschiegner. “Wir haben bereits zur Kommunalwahl im Jahr 2009 massiv mit dem Politikstil von Michael Wolf gehadert. Seitdem hat sich die Situation jedoch nicht verbessert. Im Gegenteil, sie ist schlimmer geworden, und darunter leidet die Stadt”, heißt es weiter.

Welches politische Kalkül der eigene Kreisvorsitzende bei seiner Wahlempfehlung hatte, erschließe sich den Mitgliedern des Altenburger Ortsvorstandes nicht. “Im FDP-Wahlprogramm haben wir 2009 das Ende des autoritären Politikstils von Michael Wolf gefordert. Zwei Amtszeiten Wolf sind genug”, so Zschiegner, der für die freien Demokraten seit 2009 im Stadtrat sitzt. Die Ära Wolf neige sich dem Ende entgegen. Egal, wie es komme, es könne nur besser werden.