31.10.2002

Die FDP im Altenburger Land geht in die Offensive!

“Selbstverständlich sind wir nicht glücklich über die von Jürgen Möllemann ausgelösten Turbulenzen innerhalb der FDP, die seit nunmehr einem Monat bundesweit für Negativ-Schlagzeilen sorgen. Und auch die vertrackte Situation der Liberalen in Thüringen vermittelt vielen Bürgerinnen und Bürgern im Freistaat kein positives Bild,” so das Altenburger FDP-Mitglied Torsten Grieger auf eine Anfrage der Presse. “Der Situation der Liberalen in Bund und Land zum Trotz wollen und werden wir jedoch entgegentreten, indem wir hier vor Ort im Altenburger Land in eine liberale Offensive gehen. Das liberale Bürgerprogramm für Mehr Netto. Mehr Bildung. Mehr Arbeit. ist die Basis unserer politischen Arbeit in den kommenden Monaten.”

Aufgaben für die Altenburger Liberalen gibt es mehr als genug:

1. Wirtschaft:

Neben der Ansiedlung von neuen Unternehmen im Altenburger Land gilt es ebenso dafür zu sorgen, dass die bereits angesiedelten Unternehmen nicht über einen Standortwechsel nachdenken, weil gemachte Zusagen nicht eingehalten werden. So wäre der Fortgang der Air Omega mit inzwischen 16 hochqualifizierten Arbeitsplätzen – Tendenz steigend – sicherlich das falsche Signal für den Flughafen Altenburg-Nobitz, auch im Hinblick auf die angestrebte Ansiedlung von Ryanair und anderen “Billigfliegern”.

2. Infrastruktur:

Das Desinteresse der Thüringer Landesregierung an einer vernünftigen Anbindung des Altenburger Landes an die A 72 darf nicht dazu führen, dass das Altenburger Land ein “weißer Fleck” auf der Straßenkarte wird. Die Liberalen fordern die vierspurige Anbindung an die A 72 und den schnellen Ausbau der B 93 mit den dringend erforderlichen Ortsumgehungen.

Darüber hinaus setzen sich die Liberalen ebenso für den Ausbau des Flughafens wie für den Ausbau des Regionalbahn-Netzes und verbesserte Fernbahnanbindungen ein. Neben der Deutschen Bahn AG sollten auch private Betreibergesellschaften angesprochen und in die Überlegungen einbezogen werden.

3. Kultur:

In der Kulturpolitik werden sich die Liberalen verstärkt für die Belange des Theater und der Museen im Altenburger Land engagieren. Die kulturellen Institutionen im Landkreis werden von der regierenden SPD zum Teil sträflich vernachlässigt. Dabei ist ein breites und qualitativ hochwertiges Kulturangebot entscheidend für das geistige und intellektuelle Klima einer Stadt bzw. Region und von daher auch ein wichtiger, sogenannter “weicher” Standortfaktor bei der Neuansiedlung von Unternehmen.

4. Bildung:

Die Liberalen setzen sich ein für den Erhalt und den Ausbau der Bildungseinrichtungen im Altenburger Land. Die Forderung des Wirtschaftsvereins zur Gründung und Ansiedlung einer Fachhochschule in Altenburg wird aktiv und nachdrücklich unterstützt.