23.02.2009 | OVZ

“Falsch gelaufen”

FDP kritisiert Marktbrunnen-Entscheidung

Altenburg. Als gescheiterten Rechtfertigungsversuch betrachtet die FDP die Verteidigung der Jury-Entscheidung zum umstrittenen Altenburger Marktbrunnen durch die Fraktionschefin der Linken im Stadtrat, Birgit Klaubert. Die Politikerin hatte am Freitag in einem Leserbrief an die OVZ erstmals das Votum der Jury, der sie selbst angehörte, für den Entwurf von Walter Sachs begründet.

Die Hauptkritik der Liberalen gilt allerdings dem Verfahren: Zu Beginn eine Jury entscheiden zu lassen, und erst im Nachgang den Altenburgern die Palette der Entwürfe im Rathaus zu präsentieren, sei die falsche Reihenfolge, heißt es in einer Pressemitteilung. „Das ist schlicht und einfach arrogant gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern unserer Stadt, von Seiten des Oberbürgermeisters ebenso wie von Seiten der Jury“, erklärte Wolfgang Krause, der für die FDP als Spitzenkandidat zur Stadtratswahl antreten soll.

Außerdem hätte die Jury genug Zeit gehabt, ihre Entscheidung und die Intention des Siegerentwurfs von Walter Sachs der Öffentlichkeit bereits im Dezember zu erläutern – und zwar ohne die anderen Entwürfe dabei schlecht zu machen. FDP-Kreischef Daniel Scheidel wertet dies insgesamt als ein Zeichen schlechter Öffentlichkeitsarbeit.

Recht geben die Liberalen der Linken-Politikerin im Hinblick auf den für später geplanten Marktbrunnen. „Natürlich soll der geplante große Marktbrunnen ein Bürgerbrunnen werden. Genau mit dieser Feststellung gesteht Klaubert aber auch ein, dass das jetzige Verfahren falsch gelaufen ist“, so Wolfgang Krause in der FDP-Pressemitteilung.