28.06.2004

FDP scheitert bei der Stadtratswahl in Altenburg

Knapp daneben ist auch vorbei!

“Knapp daneben ist auch vorbei”, mit dieser bitteren Erkenntnis kommentiert der Spitzenkandidat der Liberalen, Torsten Grieger, das Ergebnis seiner Partei bei den Stadtratswahlen in Altenburg.

“Mit 4,44 Prozent haben wir zwar deutlich an Stimmen hinzugewonnen, es reicht aber nicht, um aktiv die Politik in unserer Stadt mit zu gestalten. Dies war unser erklärtes Ziel, und das haben wir verfehlt.”

Eine der Ursachen für das Scheitern an der Fünf-Prozent-Hürde liegt aus Sicht des Liberalen darin, dass die FDP noch zu wenige gestandene Kandidaten auf ihrer Altenburger Liste hatten. “Wir haben uns in Altenburg seit etwas über einem Jahr neu aufgestellt. Es ist uns gelungen, auch Nicht-Parteimitglieder für unsere Stadtratsliste zu gewinnen. Dennoch haben wir es nicht geschafft, den zum Teil geringen Bekanntheitsgrad unserer Kandidaten durch ein verstärktes Engagement auszugleichen. Was aber nicht heißt, dass wir jetzt den Kopf in den Sand stecken. Vielmehr werden wir die Chance nutzen, die Altenbürger durch unsere Arbeit im neuen Kreistag zu überzeugen. Nach ebenfalls jahrelanger Abstinenz ist es uns dort gelungen, vier Sitze zu gewinnen und damit entscheidenden Einfluss auf die Politik im Landkreis zu nehmen. Wenn wir in den kommenden Jahren weiter neue Mitglieder gewinnen und einen Ortsverein in der Stadt Altenburg etablieren, schaffen wir bei der nächsten Stadtratswahl endgültig den Sprung über die Fünf-Prozent-Hürde”, so der stellvertretende FDP-Kreisvorsitzende optimistisch.

Dass die Liberalen auf dem richtigen Kurs sind, belegt der Einzug ins Schmöllner Rathaus und in den Kreistag. Dazu der erfolgreiche FDP-Spitzenkandidat für den Kreistag, Karsten Schalla: “Im Kreis gab und gibt es einfach mehr Angriffs- und Kritikpunkte. Wir haben deutlich Stellung bezogen und sind dafür vom Wähler mit vier Sitzen belohnt worden. Die von der SPD angezettelte Materialschlacht in der Stadt Altenburg haben wir jedoch verloren. Auch wollten wir den Wähler nicht wie CDU und PDS mit Allgemeinplätzen abspeisen. Und eine Unterschriftenaktion zum Thema Krankenhaus, bei dem noch gar nicht geklärt ist, wo wir jetzt, nach der beschlossenen Fusion, stehen und wie es überhaupt vernünftig und zukunftsgerichtet weitergeht, hat aus meiner Sicht mehr mit Bauernfängerei als mit inhaltlichem Wahlkampf zu tun.” Mit Blick in die Zukunft der Liberalen in Altenburg verwies Schalla deshalb noch einmal auf die Bedeutung von Ortsvereinen, aus denen heraus sich die Liberalen in den kommenden Jahren mit seriöser Politik in der Bevölkerung verankern wollen.