14.06.2004

FDP schafft nach 10 Jahren den Einzug ins Europaparlament, aber scheitert in Thüringen erneut an der Fünf-Prozent-Hürde

Wahlabend mit lachendem und weinendem Auge

Schon früh zeichnete sich ab, dass die Liberalen diesmal den Einzug ins Europaparlament schaffen würden. Mit Silvana Koch-Mehrin als Spitzenkandidatin erzielte die FDP solide 6,1 Prozent und konnte damit ihr Ergebnis von der letzten Europawahl im Jahr 1999 etwas mehr als verdoppeln.

Anders das Ergebnis für die Liberalen bei den Landtagswahlen in Thüringen: Im Land scheiterten die Liberalen trotz Stimmenzuwachs auf 3,5 Prozent an der 5 Prozent-Hürde. Deutlich besser das Ergebnis im Altenburger Land, wo es Karsten Schalla im Wahlkreis 43 gelang, immerhin 7,6 Prozent der Erststimmen zu gewinnen. Martin Klimek errang im Wahlkreis 44 ebenfalls beachtliche 5,5 Prozent bei den Erststimmen; insgesamt erzielte die FDP im Landkreis 4,2 Prozent der Zweitstimmen.

Dazu Karsten Schalla auf der Wahlparty der Liberalen im Altenburger Cafe Bellinis: “Unser Ziel, wieder in den Thüringer Landtag einzuziehen, haben wir leider verpasst. Aber wir haben, insbesondere hier im Altenburger Land, deutlich zugelegt. Für die Wahlen in vierzehn Tagen rechnen wir uns realistische Chancen aus, in den Kreistag und die Stadtparlamente einzuziehen. Wir werden dazu unsere Großplakate in den kommenden Tagen auf regionale und lokale Themen umstellen – unser Ziel, Landrat Rydzewski als Innenminister zu verhindern, haben wir erreicht. Jetzt gilt es, die FDP und ihre Themen und Inhalte für das Altenburger Land plakativ zu promoten.” Dazu zählt neben dem Thema Krankenhausfusion und -privatisierung insbesondere die Entwicklung des Flughafens Altenburg-Nobitz und der Bildungsbereich mit Themen wie Fachhochschule, Ausstattung von Schulen, Ganztagsschulen und internationales Internat.