10.06.2004

FDP zur Aufregung von Sieghardt Rydzewski (SPD) nach der Veröffentlichung im Konkret

Erst jüngst hat SPD-Landrat Sieghardt Rydzewski den Wirtschaftsverein als wenig repräsentativ bezeichnet, “da darin nicht ein einziges großes produzierendes Unternehmen des Kreises Mitglied ist”.

Die Liberalen sehen das anders: Mit Brauerei, Destillerie und Likörfabrik, Süd-Ost-Fleisch, Wellpappe Lucka sowie WTT sind durchaus einige der großen und wichtigen Unternehmen des Landkreises Mitglied im Wirtschaftsverein. Was der Landrat hier versucht, ist jede berechtigte Kritik an seiner Arbeit und an seinem Arbeitsstil im Keim zu ersticken.

“Es ist doch bezeichnend,” so der Kreisvorsitzende der FDP, Karsten Schalla, “wenn der Landrat im Volksmund den Spitznamen “Sonnenkönig” trägt. Nur leben wir im Jahr 2004 in einer Demokratie.” Pressesprecher Torsten Grieger ergänzt: “Ich erinnere mich an eine Veranstaltung des Wirtschaftsvereins zum Thema Krankenhausfusion und -privatisierung. Sieghardt Rydzewski ist Karsten Schalla ständig ins Wort gefallen. Selbst seine SPD-Genossen waren sichtlich genervt von so wenig Demokratieverständnis. Nach der Veranstaltung kam Rydzewski zu mir und sagte, dass Karsten Schalla noch viel lernen müsse. Wer austeilt, müsse auch einstecken können, so der Landrat damals. Heute zeigt sich, dass er es ist, der nur austeilen kann, ohne einstecken zu können.” Wenn Rydzewski nach der Veröffentlichung des neuen Konkrets jetzt droht, Mitglieder des Vorstandes des Wirtschaftsvereins zu verklagen, dann zeigt das nur, wie berechtigt die vorgetragene Kritik war.

“Nur wem die Argumente ausgehen”, so Schalla, “ergreift nach Kritik solche Maßnahmen. Wie will Herr Rydzewski seiner angestrebten Aufgabe als Innenminister gerecht werden, wenn ihm schon bei berechtigter Kritik an seiner Amtsführung als Landrat die Argumente ausgehen.” Die Liberalen unterstreichen deshalb in Anbetracht der Wahl am Sonntag Ihre Forderung nach dem Rücktritt von Rydzewski und fordern die Bürgerinnen und Bürger im Landkreis auf, mit ihrer Erst- und Zweitstimme für die FDP einen Innenminister Rydzewski zu verhindern.