06.05.2004

Gibt die SPD das Altenburger Landratsamt auf?

Rydzewski Innenminister in Matschies Schattenkabinett

Wie der Osterländer Volkszeitung (OVZ) von heute zu entnehmen ist, steht Landrat Sieghardt Rydzewski nach den Thüringer Landtagswahlen im Juni für den Fall einer großen Koalition aus CDU und SPD bereit, den Posten des Innenministers in Erfurt zu übernehmen.

Die Liberalen im Altenburger Land beziehen hierzu wie folgt Stellung:

Nachdem bereits der erste Beigeordnete, Dr. Hartmut Schubert (SPD), mit der Kandidatur für den Landtag seine ganz persönliche Flucht nach vorne angetreten hat, gesteht jetzt auch Landrat Sieghardt Rydzewski (SPD) das Scheitern seiner Politik ein. Nach nicht einmal 4 Jahren an der Spitze des Landratsamtes bereitet auch er sich auf die Flucht nach Erfurt vor.

Damit entledigt er sich nicht nur der Verantwortung für seine nach wie vor unerfüllten Wahlversprechen aus dem Jahre 2000. Die ersten Rücktrittsforderungen aus den Reihen der Altenburger Liberalen sowie der zunehmende Druck auch aus den eigenen Reihen lassen seine Wiederwahl zum Landrat im Jahr 2006 zunehmend ungewiss erscheinen. Was liegt da näher, als den wackeligen Thron im Landratsamt gegen einen bequemen Ministersessel im Innenministerium zu tauschen?

Die Bürgerinnen und Bürger im Landkreis dürfen sich jetzt nicht täuschen lassen! Mit seiner Bereitschaft, im Schattenkabinett von Matschie das Amt des Innenministers zu bekleiden, zeigt Rydzewski, wie egal ihm das Altenburger Land letztendlich ist. Ein möglicherweise kopfloses Landratsamt nimmt er ebenso in Kauf wie tausende von verschaukelten Wählerinnen und Wählern.
Die Liberalen fordern Sieghardt Rydzewski deshalb erneut auf, die Verantwortung für seine gescheiterte Politik zu übernehmen. “Herr Rydzewski, treten Sie jetzt zurück! Nur so lässt sich weiterer Schaden vom Altenburger Land abwenden!”

Alle Bürgerinnen und Bürgern, die den bereits im Altenburger Land gescheiterten Landrat nach der Landtagswahl nicht als neuen Thüringer Innenminister in Erfurt sehen wollen, müssen bei der Landtagswahl am 13. Juni mit Erst- und Zweitstimme FDP wählen. Nur so lässt sich eine grosse Koalition und damit auch Sieghardt Rydzewski als zukünftiger Innenminister verhindern.