24.09.2012 | OVZ

Liberale

Feinfühliger auf Umland zugehen

Altenburg. Angesichts der Kritik an Altenburgs Oberbürgermeister Michael Wolf (SPD) wegen seines Widerstands gegen die Fusion von Saara und Nobitz hat sich FDP-Stadtratsmitglied Detlef Zschiegner für einen sensibleren Umgang mit den Umlandgemeinden ausgesprochen. “Aus meiner Sicht ist die Fusion nicht die optimale Lösung für die weitere Entwicklung der Stadt ebenso wie des Kreises”, wird Zschiegner in einer Erklärung des FDP-Ortsverbandes zitiert. “Aber wir müssen den Bürgerwillen akzeptieren – ob unser OB das nun will oder nicht.”

Die Ursache dafür, dass sich die Umlandgemeinden so vehement gegen einen Zusammenschluss mit der Stadt Altenburg wehren, sieht der Liberale in der Art und Weise, wie sich Wolf bereits seit Jahren gegenüber den Gemeinden verhält. “Er tritt auf wie ein Elefant im Porzellanladen”, äußert Zschiegner sein Unverständnis über die Amtsführung des OB.

“Statt ständig neue Gräben zum Umland zu schaffen und bestehende zu vertiefen, sollte er sich dafür einsetzen, Gräben zu überwinden und Brücken der Zusammenarbeit zu schlagen. Ich kann nur hoffen, dass der gefallene Beschluss die Gräben nicht noch weiter vertieft und die künftige Zusammenarbeit erschwert”, erklärt der FDP-Stadtrat. Für ihn wäre es deshalb das Gebot der Stunde, stärker und feinfühliger als bisher auf die Umlandgemeinden zuzugehen, um auf Augenhöhe über die künftige Zusammenarbeit und über eine gemeinsame Zukunft zu reden.