19.09.2012 | FDP-Stadtrat Detlef Zschiegner

FDP: Gemischte Gefühle

Mit gemischten Gefühlen sieht FDP-Stadtrat Detlef Zschiegner die politische Entwicklung rund um die geplante Gemeindefusion von Nobitz und Saara. “Auch aus meiner Sicht ist die Fusion nicht die optimale Lösung für die weitere Entwicklung der Stadt ebenso wie des Kreises”, so Zschiegner gegenüber der Presse. “Aber wir müssen den Bürgerwillen akzeptieren – ob unser OB das nun will oder nicht.”

Die Ursache dafür, dass sich die Umlandgemeinden so vehement gegen einen Zusammenschluss mit der Stadt Altenburg wehren, sieht der Liberalen in der Art und Weise, wie sich Wolf bereits seit Jahren gegenüber den Gemeinden und ihren politischen Vertretern verhält: “Er tritt auf wie ein Elefant im Porzellanladen – und davon verstehe ich etwas”, kann sich Zschiegner sein Unverständnis über die Amtsführung des Altenburger OB nicht verkneifen. “Statt ständig neue Gräben zum Umland zu schaffen und bestehende zu vertiefen, sollte er sich aktiv dafür einsetzen, Gräben zu überwinden und Brücken der Zusammenarbeit zu schlagen. Ich kann nur hoffen, dass der gefallene Beschluss die Gräben nicht noch weiter vertieft und die künftige Zusammenarbeit erschwert.”

Für den FDP-Stadtrat wäre es deshalb das Gebot der Stunde, sehr zeitnah Konsequenz zu ziehen und wesentlich stärker, aber auch wesentlich feinfühliger als bisher auf die Umlandgemeinden zuzugehen, um auf Augenhöhe das Gespräch über mögliche Formen der künftigen Zusammenarbeit, über eine gemeinsame Zukunft zu suchen. Ob Wolf jedoch über seinen Schatten springen kann, bleibt aus Zschiegners Sicht zunächst abzuwarten. “Ich sehe die aktuelle Entwicklung mit sehr gemischten Gefühlen. Sicherlich gibt es gute Chancen, man muss sie jedoch auch nutzen wollen. Mit dem Kopf durch die Wand kommen wir definitiv nicht weiter!”