09.02.2009 | ABG-Net

Stellungnahme des Thüringischen Landesamtes für Denkmalpflege

Altenburg. Unsere Redaktion hat vom Thüringischen Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie zu dem von uns online gestellten Artikel der Freien Demokraten “Wie geht es weiter mit dem Areal am Markt?” vom 04.02.2009 eine Richtigstellung erhalten, die wir hiermit veröffentlichen.

Areal bei der Brüderkirche, Stadt Altenburg

Bezug: Meldung www.ABG-net.de vom 04.02.2009

Zu der oben bezeichneten Meldung sind aus der Sicht des Thüringischen Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie folgende Richtigstellungen angebracht:

1. Es existiert keine, „durch die Entscheidung des Thüringer Landeskonservator Dr. Stefan Winghart seit Dezember 2008 veränderte Rechtslage“. Richtig ist, dass im Sommer 2008 und zuletzt am 3. Dezember 2008 ein Gespräch stattfand, an dem Herr Oberbürgermeister Wolf, die Untere Denkmalschutzbehörde, die Kommunale Wohnungsbaugesellschaft und das Thüringische Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie beteiligt waren. Das Landesamt bekräftigte bei dieser Unterredung seine Haltung, dass das barockzeitliche Bürgerhaus „Bei der Brüderkirche 9“ als Kulturdenkmal zu erhalten sei und in die Planung integriert werden müsse. Die Vertreter der Stadt sagten zu, im 1. Quartal 2009 zu prüfen, inwieweit die Belange der Denkmalpflege mit den Anforderungen des Nutzers in Einklang zu bringen sein. Diese Prüfung dauert noch an.

2. Die Aussage des stellvertretenden Vorsitzenden des FDP-Ortsverbandes Altenburg, Herrn Dr. Johannes Frackowiak, dass „der Landeskonservator die Zustimmung zum Abriss des barockzeitlichen Bürgerhauses“ „Bei der Brüderkirche 9“ verweigert“ habe, trifft in dieser Form nicht zu. Da kein Abrissantrag vorliegt, kann ein solcher auch nicht abgelehnt werden. Richtig ist, dass die Denkmalpflege einen solchen Antrag aus fachlichen Gründen negativ bescheiden würde.

3. Der Forderung des Altenburger Stadtrates Wolfgang Krause, dass die gegenwärtigen Planungen unter Berücksichtigung der Haltung des Landesamtes fortgesetzt werden müssten, wird aus der Sicht der Fachbehörde derzeit in vollem Umfange entsprochen.
 
Dr. Winghart, TLDA