09.03.2013 | OVZ

Landrätin

Nicht zu viel Personal im Landratsamt

Altenburg. Im Landratsamt gibt es keinen Personalüberhang. Dies erklärte Landrätin Michaele Sojka (50, Linke) gestern in einer Pressemeldung. Sojka verweist dabei auf den Kommunalen Arbeitsgeberverband Thüringen (KAV), der festgestellt habe, dass es in der Kreisverwaltung nicht zu viel Personal gibt. Gleichzeitig habe der KAV dementiert, dass er einen solchen Überhang bestätigt habe. Es sei lediglich die Möglichkeit in Erwägung gezogen worden, eine Untersuchung in den Fachdiensten und Fachbereichen durchzuführen und dabei zu ergründen, wie sich die Personalbemessung in der Verwaltung darstellt.

Die Landrätin verweist des Weiteren auf einen statistischen Vergleich des Thüringer Landesamtes für Statistik vom Juni 2012, wonach das Landratsamt mit einer angemessenen Mitarbeiterzahl arbeitet und dabei eher an der unteren Grenze liegt. “Im Thüringer Vergleich liegen wir bei den Personalausgaben bei 113 Euro je Einwohner und rangieren damit an achter Stelle”, sagte sie. Im Durchschnitt liegen die Landkreise bei 120 Euro je Einwohner.

Anders sieht dagegen die Personalstatistik für die Städte und Gemeinden des Landkreises aus. Diese liegen derzeit bei 200 Euro pro Einwohner und über dem Thüringer Durchschnitt von nur 164 Euro, und damit auf Platz 16.

Indes lässt Sojka die Rechtmäßigkeit des Änderungsantrages der Fraktionen CDU, SPD und FDP zum Haushaltsplan prüfen, der ihrer Meinung nach in die Personalhoheit der Landrätin eingreift. Der Kreistag hatte am Mittwoch mehrheitlich beschlossen, das Sojka Stellenneubesetzungen vorerst nur intern durch innerbetriebliche Ausschreibungen oder Umsetzungen vornehmen darf. Nur im Ausnahmefall sei eine externe Stellenbesetzung möglich, jedoch nur nach Zustimmung des Kreisausschusses. Selbst Kreisräte von CDU und SPD hatten eingeräumt, dass man damit in die Kompetenzen der Landrätin eingreift.

Wegen rechnerischer Fehler bei der Änderung des Etats will Sojka den Haushalt nicht mehr anfechten. Diese seien mittlerweile behoben.

Jens Rosenkranz