07.06.2013 | OVZ

FDP: Sojka ist Aufgaben nicht gewachsen

Liberale kritisieren zu spätes Ausrufen des Katastrophenalarms durch die Landrätin

Altenburg. Landrätin Michaele Sojka (50, Linke) wird ihren Aufgaben nicht gerecht und entzieht sich in entscheidenden Fragen ihrer Verantwortung als Leiterin der Kreisverwaltung. Das erklärte FDP-Chef Daniel Scheidel (54) gestern per Presseerklärung. Fest machte er seine Kritik unter anderem an dem aus seiner Sicht viel zu späten Auslösen des Katastrophenalarms.

Er wirft Sojka die billigende Inkaufnahme von Gefahren für Leib und Leben der Bürgerinnen und Bürger in den vom Hochwasser betroffenen Gemeinden des Landkreises vor: “Es war unverantwortlich, den Katastrophenalarm erst am Montag früh auszulösen. Bereits am Sonntagmorgen war absehbar, was in den kommenden Stunden auf das Altenburger Land zukommen würde. Zu diesem Zeitpunkt hätte Sojka Katastrophenalarm auslösen und Hilfe, zum Beispiel seitens der Bundeswehr, anfordern müssen.” So hätte das Panzerpionierbataillon 701 aus Gera am Sonntag zum Einsatz ins Altenburger Land abgerufen werden können. “Statt dessen hat sie die Bürgermeister im wahrsten Sinne des Wortes im Regen stehen lassen”, so Scheidel.

Kritik übte der FDP-Chef auch an dem seiner Meinung nach viel zu späten Einrichten eines Bürgertelefons. Empört ist er zudem, dass Sojka am Montagvormittag beim Besuch der Katastrophen-Schwerpunkte Landtags-Fraktionschef Bodo Ramelow und andere Linken-Parlamentarier mitnahm, um mit ihnen die angelaufenen Maßnahmen zu erörtern.