05.08.2013 | FDP-Bundestagskandidat Daniel Scheidel

Offener Brief

Plakatierung zur Bundestagswahl 2013 in der Stadt Altenburg

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

der SPD-Direktkandidat zur Bundestagswahl, Ihr Parteifreund Dr. Nikolaus Dorsch, hat Ende letzter Woche mit einer hinsichtlich Größe und Anzahl der Plakate bemerkenswerten Plakatierung zur Bundestagswahl in der Stadt begonnen.

Da einerseits in unserem Bundestagswahlkreis Greiz/Altenburger Land bekanntlich insgesamt acht Direktkandidaten der verschiedenen Parteien antreten und es andererseits bei den letzten Wahlkämpfen zumindest zwischen den im Stadtrat vertretenen Parteien eine stillschweigende Übereinkunft hinsichtlich nicht zu plakatierender Örtlichkeiten gegeben hat, gestatten Sie uns bitte folgende Fragen:

Halten Sie es dem Stadtbild für zuträglich, wenn die übrigen sieben Kandidaten dem SPD-Vorbild folgend (was ihr gutes Recht wäre) im gleichen Ausmaß, also in der bisher nicht üblichen Größe DIN A0, die Stadt zuplakatieren würden? Überflüssig zu sagen, dass die Liberalen solches nicht planen.

Halten Sie es für richtig, dass jetzt auch an historischen Beleuchtungsmasten und Geländern im Stadtzentrum Plakate angebracht werden (Beispiel: Wallstraße, Mühlpforte, etc)? Wir nicht!

Halten Sie es für richtig, dass jetzt auch unmittelbar an Bushaltestellen plakatiert wird (Beispiel: Zwickauer Straße stadteinwärts Höhe DRK, Platanenstraße, etc.)? Wir nicht!

Halten Sie es für richtig, dass jetzt auch direkt vor Schulen plakatiert wird (Beispiel: Berufsschule für Wirtschaft und Soziales in der Platanenstraße, etc.)? Wir nicht!

Völlig inakzeptabel ist sicher das Verdecken von Ampeln (Beispiel: die linke Fußgängerampel in der Wallstraße ist zumindest für Transporter- und LKW-Fahrer nicht mehr sichtbar). Sehen Sie das auch so?

Wir würden es sehr begrüßen, wenn wir zumindest in Altenburg wieder zu dem bisher Üblichen zurückkehren könnten, um das Stadtbild nicht über das vertretbare Maß hinaus zu beeinträchtigen und um die Wahlmüdigkeit der Bevölkerung nicht noch weiter zu befördern.

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare.

Freundliche Grüße

Daniel Scheidel