22.08.2013 | FDP-Bundestagskandidat Daniel Scheidel

OB Wolf pflegt das Kirchturmdenken, das er anderen ständig vorhält

Scharmützel mit Nachbarn statt Wirtschaftsförderung

Verbittert reagiert der FDP-Kreisvorsitzende und Bundestagsdirektkandidat Daniel Scheidel auf die Ausführungen im OVZ-Artikel “Investor wartet vorerst ab” vom gestrigen 21. August. “Wenn ich nichts kriege, sollst Du erst recht nichts kriegen – nach diesem Motto verfährt OB Wolf und nimmt dabei billigend in Kauf, dass am Ende wahrscheinlich niemand etwas kriegt”, ärgert sich der ehemalige Wirtschaftsförderer der Stadt Altenburg. Für ihn steht fest, dass der vom Altenburger Oberbürgermeister angezettelte unerbittliche politische und juristische Kleinkrieg gegen den geplanten Einkaufsmarkt der Saller Bau GmbH in Windischleuba nur verbrannte Erde hinterlassen und rein gar nichts für Altenburg bringen wird. “Am Ende wird es weder das Modehaus Röther in Altenburg, noch den Einkaufsmarkt der Saller GmbH in Windischleuba geben”, mutmaßt Scheidel gegenüber der Presse.

Für den Liberalen sind beide Projekte aus verschiedenen Gründen unzweifelhaft nicht in der Altenburger Innenstadt unterzubringen. “Es ist völlig egal, ob die geplanten Einkaufsmärkte vor oder hinter dem Kreisverkehr entstehen. Sie steigern in jedem Fall die Attraktivität Altenburgs als Einkaufsstadt und Wohnstandort”, betont Scheidel. Aus seiner Sicht hätte sich OB Wolf spätestens Ende 2012 mit BM Reinboth an einen Tisch setzen und verhandeln müssen. “Wenn Röther in ABG im Gegensatz zu Windischleuba nicht genehmigungsfähig ist, dann eben dort. Und Saller genauso. Für Kunden und Jobsuchende ist es nämlich völlig egal, ob die Projekte 2,0 oder 2,3 km vom Altenburger Stadtzentrum entfernt liegen. Vielleicht sollten wir auch einmal nachfragen, wieviele Altenburger bei OBI, Möbel-Schröter oder den anderen Unternehmen im Gewerbegebiet Windischleuba arbeiten”.

Josef Sallers Äußerung im OVZ-Artikel, er schätze die derzeitige Situation als “ungut (sprich: schlecht) und einmalig ein”, spricht für Daniel Scheidel Bände. Für den Liberalen heißt das im Klartext: “Ein solches Schildbürgerverhalten habe ich noch nicht erlebt – ich schaue mich nach einem anderen Standort um”. Er fordert daher – insbesondere von Altenburgs OB Michael Wolf – mehr Pragmatismus: “Die planungsrechtlichen Gegebenheiten sind zumindest kurz- und mittelfristig, so wie sie sind”. Insbesondere der Versuch von Wolf, sich und seine Vorgehensweise jetzt hinter Stadtratsbeschlüssen zu verstecken, stößt nicht nur Scheidel bitter auf. “Wer hat denn den entsprechenden Beschlussvorschlag in den Stadtrat eingebracht?”, fragt der FDP-Kreisvorsitzende – und liefert die Antwort gleich mit: “Es war Michael Wolf selbst! Wenn er so weiterarbeitet, braucht sich niemand zu wundern, wenn sich die Nachbarn munter weiter zu Kragengemeinden vereinigen und ein Zusammengehen mit Altenburg meiden, wie der Teufel das Weihwasser. Seine Scharmützel schaden sowohl der Stadt als auch der gesamten Region – mit Wirtschaftsförderung hat das nichts zu tun.”